Nationale Evangelische Kirche in Beirut (NECB)

Die Nationale Evangelische Kirche von Beirut (NECB) ist eine kleine, aber einflussreiche Kirche im Herzen von Beirut. Entstanden ist die NECB aus der Arbeit amerikanischer Missionare, die 1848 in den Libanon kamen.

In der Trägerschaft der NECB befindet sich die Johann–Ludwig–Schneller–Schule in Khirbet Kanafar. Sie ist eines der EMS-Projekte im Libanon. Die Schule bietet Kindern aus sehr bedürftigen oder schwierigen Familien eine Schul- und, wenn sie es wollen, auch eine Berufsausbildung. Zudem werden seit 2013 verstärkt Flüchtlingskinder aus dem kriegsgeschüttelten Syrien aufgenommen. Weiterhin unterstützt die NECB das Philemon Projekt, das Flüchtlingen im Libanon bei ihren alltäglichen Nöten hilft, sowie die Near East School of Theology.

Christentum im Libanon

Es ist schwierig, die Verteilung religiöser Zugehörigkeit im Libanon zählenmäßig zu erfassen. Insgesamt gibt es 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, davon sind rund ein Drittel Christen und zwei Drittel Muslime. Die größten Gruppen machen schiitische und sunnitische Muslime aus, gefolgt von Maroniten, Griechisch–Orthodoxen und Griechisch–Katholiken. Daneben gibt es orthodoxe und katholische Armenier, Drusen und Protestanten, sowie weitere, kleinere Religionsgemeinschaften.

Die verschiedenen christlichen Konfessionen sind im Libanon in einmaliger Dichte und Vielfalt heimisch geworden. Insofern ist der Libanon ein Zentrum des Christentums in der arabischen Welt. Traditionell wurde der Libanon zur wichtigen Heimstätte für religiös verfolgte Bewegungen und Gemeinschaften. Es ist deshalb auch kein Zufall, dass die ökumenische Bewegung für eine Wiederannäherung der verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinschaften im Mittleren Osten gerade hier ihren Ausgangspunkt nahm.

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