02.02.15 | Pressemeldungen, Aktuelles

EMS-Gemeinschaft trauert um ermordete japanische Journalisten

Kenji Goto gehörte zur Tokioter Gemeinde der Vereinigten Kirche Christi in Japan

"Mit dem japanischen Journalisten Kenji Goto hat der Islamische Staat ein Mitglied unserer Gemeinschaft umgebracht. Sein Beispiel und seinen Kollegen Haruna Yukawa wird die EMS nicht vergessen." Pfarrerin Marianne Wagner, Vorsitzende der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), hat die Kirche in Japan ihr Mitgefühl wissen lassen. "Wie alle Menschen guten Willens sind wir von der barbarischen Hinrichtung der beiden Geiseln des "Islamischen States" schockiert. Wir trauern um diese Journalisten und beten für sie und ihre Familien wie für alle, die vom Terror betroffen sind, der vorgeblich im Namen des Islam ausgeübt wird. Wir fühlen tief mit den Familien und den Angehörigen beider Journalisten."

Der zweite vom "Islamischen Staat" ermordete japanische Journalist, Kenji Goto, war Mitglied einer der Tokioter Gemeinden der Vereinigten Kirche Christi in Japan (UCCJ). Diese wiederum gehört der internationalen EMS-Gemeinschaft an. "Mit Kenji Goto ist ein Mitglied unserer Gemeinschaft umgebracht worden", so Wagner. Goto war seit 1997 Christ. Er war im Oktober 2014 nach Syrien gereist, um die Befreiung seines Kollegen Haruna Yukawa zu erreichen.

"Wir finden Trost in der tiefen Weisheit im Zweiten Brief des Paulus an die Korinther", sagt Pfarrer Jürgen Reichel, Generalsekretär der EMS. "Mit dem Apostel bekennen wir, dass "Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist" (2. Kor 12,9). Als evangelische Christen vertrauen wir allein auf die Kraft des Wortes und nicht auf Gewalt im Namen Gottes: auf das Bekenntnis unseres Glaubens, das Gebet, die Verkündigung und die Freiheit der Rede. Aus diesem Grund haben wir kürzlich am Eingang unseres Werks sowohl das "Je suis Charlie" als auch den arabischen Buchstaben "Nun" angebracht, mit dem Menschen im Nahen Osten sich mit den verfolgten Christen solidarisch erklären. Die Freiheit der Rede und die Freiheit der Religionen werden derzeit in vielen Teilen der Welt attackiert.

Goto Kenji hat in seiner Person vereint, wofür die EMS steht: Als Christen glauben und bekennen und in Solidarität für unsere Nächsten handeln und reden. Die EMS-Gemeinschaft wird das Vorbild unseres Bruders Kenji Goto und seinen Kollegen Haruna Yukawa, dem er in Syrien zu Hilfe kommen wollte, nicht vergessen."

Termine

23.02.19 , ejw Stuttgart
Afrika Tag 2019

Afrika - ein Fass ohne Boden?! mehr