07.11.16 | Aktuelles, Projekt des Monats

Der Konflikt dauert an - die Hilfe geht weiter

Das Projekt des Monats November kommt aus Syrien
Ein syrischer Flüchtlingsjunge.

Die syrischen Flüchtlingskinder und ihre Eltern benötigen weiterhin unsere Unterstützung. (Foto: EMS/Gräbe)

Ein Ende des furchtbaren Krieges in Syrien ist leider auch weiterhin nicht absehbar. Seit Anbeginn der Hilfsmaßnahmen hört man von den geflüchteten Syrerinnen und Syrern vor allem einen Satz immer wieder: "Keine Bilder - keine persönlichen Geschichten!" Flüchtlinge aus Syrien wollen auf keinen Fall identifiziert werden, denn die Menschen haben Angst. Es existiert ein hohes Maß an Grausamkeit und Gewalt auf allen Seiten in diesem Konflikt. Und wer vor der einen Seite geflohen ist, wird allzu leicht als Anhänger der jeweils anderen Seite angesehen und befürchtet Repressionen, wenn nicht gar eine Gefahr für sein Leben oder für das Leben seiner Angehörigen, die er in Syrien zurückgelassen hat. Die Lage für die Menschen in Syrien und für die Geflüchteten in den Nachbarländern ist kaum zu ertragen.

Wie lange noch müssen die Flüchtlinge aus Syrien im Libanon oder Jordanien in Zelten und Behelfsunterkünften zubringen? In den selbstgebastelten Hütten aus Wellblech und Plastik, auf die sich in einer Gegend wie der libanesischen Bekaa-Ebene in manchen Winterwochen zentimeterdick der Schnee legt.

Aufgrund der unverändert schwierigen Lage in Syrien hat die EMS beschlossen, die Syrien-Hilfe um weitere drei Jahre zu verlängern. Bereits seit September 2012 werden an der Johann-Ludwig-Schneller Schule im Libanon gezielt syrische Flüchtlingskinder aufgenommen. Seit 2014 finden hier zudem Berufsausbildungskurse für alleinerziehende syrische Flüchtlingsmütter statt, die ihre Männer im Krieg verloren haben.

Im selben Jahr wurde mitten in Syrien, im Wadi Al-Nasara, dem Tal der Christen, eine Einrichtung eröffnet, die Kinderkrippe, Kindergarten und Vorschule in einem ist. Die Kinder der Binnenflüchtlinge, die hier aufgenommen werden - je zur Hälfte Jungen und Mädchen, Christen und Muslime - haben oftmals Furchtbares erfahren. Ihre Familien wollen oder können Syrien nicht verlassen. Dazu fehlt ihnen die Kraft.

Damit die Syrien-Hilfe weitergehen kann, freuen wir uns über jede Spende. Schenken Sie den Geflüchteten Hoffnung!

Termine

23.02.18 , Hospitalhof Stuttgart
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