12.04.16 | Aktuelles, Pressemeldungen

Miteinander voneinander lernen

Schatzmeisterkonferenz der 28 Mitglieder der EMS-Gemeinschaft setzt sich über das Schema von "reichen" und "armen" Kirchen hinweg

An der Schatzmeisterkonferenz auf Bali nahmen Abgeordnete aus Afrika, Asien, Nahost und Europa teil. (Foto: EMS/Marx)

"Die Zeiten, in denen Kirchen entweder als Geber oder als Nehmer aufgetreten sind, sind vorbei. Das hat die Konferenz der Schatzmeister unserer 28 Mitgliedskirchen und -vereine gezeigt", zieht Marianne Wagner, Vorsitzende der internationalen EMS-Gemeinschaft, ihr Resümee. Vom 5.-9. April trafen sich die Finanzverantwortlichen von Kirchen in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Europa auf Bali.

"Das Bild von den 'reichen' und den 'armen' Kirchen verschiebt sich", so Wagner, die Leiterin des Pfarramts für Weltmission und Ökumene der pfälzischen Landeskirche. "Die Bereitschaft der Kirchenmitglieder in Asien und Afrika, ihre Kirchen zu unterstützen, ist hoch. Die Umlagen innerhalb der Kirchen funktionieren, so dass die zentralen Einrichtungen mit verlässlichen Zuweisungen aus den Gemeinden rechnen können. Uns freut ganz besonders, dass es zur Weitergabe von 'best practices' innerhalb der EMS-Gemeinschaft gekommen ist. Die große Evangelische Kirche in Minahasa (GMIM) im Norden Sulawesis hat sich zum Beispiel von der kleinen gut organisierten Christlich-Protestantischen Kirche in Bali (GKPB) den Aufbau des Finanzwesens und einer transparenten Rechenschaftspflicht abgeschaut. Seither hat die Minahasa-Kirche sprunghaft steigende Einnahmen zu verzeichnen. Ein gutes eigenes Einkommen ist ein geistliches Zeugnis: Menschen stehen zu ihrer Kirche."

"Noch bringen die deutschen EMS-Kirchen den Großteil der Finanzen auf. Aber wir gehen den Weg der Internationalisierung der EMS zuversichtlich weiter", betont Jürgen Reichel, Generalsekretär der Gemeinschaft. Die Finanzverantwortlichen haben ihren Kirchen empfohlen, die vielen gemeinsamen EMS-Projekte auch gemeinsam zu tragen. "Wir werden jetzt nach Wegen suchen, wie wir die Verantwortung für die pastoralen und sozialen Projekte der EMS gleichmäßiger verteilen können. Es soll selbstverständlich werden, dass die indonesischen Kirchen Flüchtlinge in Syrien unterstützen, koreanische Gemeinden für die kirchliche Ausbildung in Ghana sammeln oder ein Sponsor in Indien das Jugendnetzwerk der EMS fördert."

Pressekontakt:
Regina Karasch-Böttcher, karasch@dont-want-spam.ems-online.org, Tel. +49 711 636 78 NN, +49 178 6200052

Auskunft:
Rudolf Bausch, Geschäftsführer und Leiter Abteilung Verwaltung und Finanzen, bausch@dont-want-spam.ems-online.org, Tel. +49 178 6367834
Jürgen Reichel, Generalsekretär, reichel@dont-want-spam.ems-online.org, Tel. +49 178 636 78 31

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