19.01.16 | Aktuelles, Unterwegs erlebt

Unterwegs erlebt...

Während seiner Südafrikareise besuchte Riley Edwards-Raudonat, EMS-Südafrikareferent, einen kindergeführten Haushalt, den er bereits ein Jahr zuvor kennengelernt hatte

Vor einem Jahr lebten die Kinder noch in einem Haus ohne Elektrizität und fließendes Wasser. (Foto: EMS/Riley Edwards-Raudonat)

Bei meinem Besuch 2014 stellte mir Mandisa Gxolo, eine Mitarbeiterin des Masangane AIDS-Programms der Evangelischen Brüder-Unität in Südafrika, einen kindergeführten Haushalt in Matatiele vor. Fünf Nachkommen von zwei Schwestern, die beide 2010 an den Folgen von AIDS gestorben waren, lebten in einem kleinen Fertighaus, das aus zwei Zimmern bestand. Das Haus hatte weder Elektrizität noch fließend Wasser. Die Älteste, Nosandi, war selbst gerade Mutter geworden. Die Familie hatte kaum Geld und lebte am Rande der Gesellschaft. Mandisa Gxolo versuchte, den Kindern zu helfen, so gut sie konnte. Sie besorgte Schuluniformen, suchte nach Möglichkeiten, die Lebensumstände der Kinder zu verbessern, und bemühte sich, fehlende Geburtsurkunden zu beschaffen.

Bei meinem Besuch 2015 sind die Kinder voller Hoffnung, besuchen die Schule und haben Ziele für ihre Zukunft. (Foto: EMS/Karasch-Böttcher)

Ein Jahr später

Es war ein tolles und freudiges Wiedersehen, als ich die Kinder während meiner Südafrikareise Ende 2015 traf. Der kindergeführte Haushalt ist zwischenzeitlich aus dem kleinen zwei-Zimmer-Häuschen in ein neugebautes Haus mit vier Zimmern umgezogen. Natürlich half Mandisa Gxolo beim Umzug und stand den Kindern immer zur Seite. Die Atmosphäre bei meinem Besuch war dieses Mal voller Freude und Hoffnung. Diese jungen Menschen haben einen neuen Lebensweg eingeschlagen. Nosandi geht wieder zur Schule und möchte danach im Gesundheitswesen arbeiten. Während sie in der Schule ist, passt ihre Schwiegermutter auf ihren Sohn Olwethu auf. Auch die anderen Kinder besuchen die Schule und versuchen, keine einzige Stunde zu verpassen.

Obwohl Madisa Gxolo die Kinder bei der Beschaffung fehlender Geburtsurkunden unterstützte, bekommt die Familie nur 660 ZAR (etwa 45 Euro) staatlichen Zuschuss für die zwei jüngsten Kinder. Die Älteren erhalten keine Unterstützung. Ihre Betreuerin Mandisa unterstützt die Älteren nun in ihrem Antrag auf Unterhalt für Betreuung der jüngeren Kinder, sodass sie ihre Schule ohne finanzielle Sorgen beenden können.

Es ist noch nicht alles so, wie es sein könnte. Dennoch hat mir dieser Besuch gezeigt, dass die Arbeit des Masangane-Projekts einen Unterschied macht und denen praktische Hilfe bietet, die von HIV und AIDS betroffen sind.

Riley Edwards-Raudonat

Termine

11.11.18 , Ev. Kirchengemeinde Ditzingen, Münchinger Straße2, 71254 Ditzingen (Konstanzer Kirche)
EVS-Mitgliederversammlung November 2018

Mitgliederversammlung und „Schneller-Fest“ des EVS in Ditzingen. mehr