25.07.17 | Aktuelles

Abschied und Aufbruch ins Unbekannte

Jedes Jahr im Juli kreuzen sich die Wege der Nord-Süd-Freiwilligen und der Süd-Nord-Freiwilligen des Ökumenischen FreiwilligenProgramms der EMS in Stuttgart.
ÖFP-Freiwillige tanzen gemeinsam beim Seminar in Stuttgart.

Tanzen verbindet - beim gemeinsamen Tanzen lernen sich die Nord-Süd und Süd-Nord-Freiwillige besser kennen. (Foto: EMS/Lehrbach)

Für die Süd-Nord-Freiwilligen hieß es Abschied nehmen: Vom 19.-21. Juli hatten sie ihr Auswertungsseminar in der EMS-Geschäftsstelle, das mit einer feierlichen Andacht und der Zertifikatsübergabe endete. Das Seminar bot den Freiwilligen die Gelegenheit, die vergangenen sechs Monate in deutschen Gastgemeinden Revue passieren zu lassen und den Blick nach vorne zu richten. Wie geht es nach der Rückkehr nach Indien, Korea und Hongkong weiter? Wie können sie auch zukünftig in Kontakt bleiben - als Teil der EMS-Jugend?

Eine mögliche Antwort auf diese Frage bot die Vernetzung mit den zukünftigen deutschen Freiwilligen, die sich zeitgleich in der Stuttgarter Jugendherberge auf ihre Ausreise vorbereiteten. Nord-Süd und Süd-Nord lernten sich abends und am Wochenende kennen. Der Austausch zwischen den beiden Freiwilligengruppen hat sich über die Jahre bewährt. So organisierte eine Freiwillige aus Indien zum Beispiel nach ihrer Rückkehr ein Treffen mit den deutschen Indienfreiwilligen und zeigte ihnen ihre Region - den ersten Kontakt hatten die jungen Erwachsenen im Rahmen des Seminars geknüpft. Umgekehrt bereiten deutsche Freiwillige zukünftige Süd-Nord-Freiwillige auf den Aufenthalt in Deutschland vor.

Während die Süd-Nord-Freiwilligen sich von Deutschland verabschieden mussten, war beim Vorbereitungsseminar der deutschen Freiwilligen die Freude auf die baldige Ausreise spürbar. Unter die Vorfreude mischt sich bei vielen auch eine Prise Ungewissheit. Gedanken, ob man den Herausforderungen gewachsen ist, sind bei vielen Freiwilligen völlig normal. Gerade deshalb ist der Austausch mit anderen Freiwilligen, die ihren Einsatz bereits hinter sich haben besonders wichtig und der Gruppenzusammenhalt vermittelt die Sicherheit, dass auch schwierige Situationen gemeistert werden können. Insgesamt neun Tage widmeten sich die Nord-Süd-Freiwilligen der persönlichen Vorbereitung auf die kommenden Monate. Kurz nach dem Seminar machten sich dann die ersten auf den Weg an ihre Einsatzstellen.

Insgesamt 29 Freiwillige reisen in acht Länder aus und werden für sechs bis zehn Monate in sozialen Einrichtungen mitarbeiten, das Leben in einer für sie fremden Kultur kennen lernen und viele neue Erfahrungen machen. Freunde, Familie und andere interessierte Menschen lassen sie durch ihre Blogs, auf denen sie regelmäßig über das Erlebte berichten, an ihren Erfahrungen teilhaben.

Die EMS wünscht allen Freiwilligen Gottes Segen auf ihrem Weg. Das ÖFP-Team erlebt es als große Bereicherung, wenn sich die Wege der Einzelnen kreuzen und dadurch ein Netz an Beziehungen entsteht.

Annika Hilton-Ganter und Kathrin Lehrbach

Termine

23.09.17 , Das Offene Haus, Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
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