01.05.17 | Aktuelles, Projekt des Monats

Ärztliche Versorgung für Menschen in Not

Das Projekt des Monats Mai kommt aus Kamerun
Die Gesundheitsdienste in Kamerun leisten unkompliziert Hilfe.

Kleine und große Patientinnen und Patienten werden im Krankenhaus in Manyemen versorgt.(Foto: Mission21)

In Kamerun haben 70 Prozent der Bevölkerung keinen oder nur schwierigen Zugang zu einem Arzt. Besonders die ländlichen Gebiete sind medizinisch stark unterversorgt, denn die schwach ausgebauten staatlichen Gesundheitsdienste beschränken ihre Tätigkeit vor allem auf die Städte. Für die meisten Menschen auf den Dörfern in Kamerun ist das tägliche Leben geprägt von der Sorge, wenigstens eine Mahlzeit pro Tag für die ganze Familie auf den Tisch zu bekommen. So bleibt oft kein Geld übrig für den Besuch beim Arzt in einer weit entfernt gelegenen Stadt.

Deshalb ist in diesem Bereich die Arbeit nichtstaatlicher Organisationen, insbesondere der Kirchen, äußerst wichtig. Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), eine Partnerkirche von Mission 21/BMDZ, stellt sich dieser Herausforderung: Im kirchlichen Krankenhaus Manyemen hilft sie mit ambulanter und stationärer Behandlung. Auch chronisch oder unheilbar kranke Menschen mit AIDS oder Lepra werden dort liebevoll umsorgt. Mehr als 4.500 Menschen leben im Einzugsgebiet des Krankenhauses - die meisten sind Kleinbauern und ihre Familien.

Im Krankenhaus kämpft das engagierte Personal immer wieder mit technischen Problemen. Wichtige Geräte fallen aus, die Wasser- und Stromversorgungsanlage ist veraltet, Pfleger und Patientinnen haben nachts kein Licht. Aus diesem Grund unterstützt Mission21/Basler Mission das Krankenhaus nicht nur mit finanziellen Beiträgen sondern auch durch qualifiziertes Fachpersonal wie Martin Witmer. Der Elektroingenieur aus Deutschland bildet vor Ort junge Menschen als Krankenhaustechniker aus. Gemeinsam wurde bereits die Wasserversorgung saniert und ein Fehler in einem Röntgengerät behoben. Ein großer Wunsch ist die Installation einer Photovoltaikanlage für eine kontinuierliche Stromversorgung. "Solche Projekte, die die Möglichkeiten des Spitals verbessern und das Leben und Arbeiten erleichtern, sind nur dank Spenden möglich", freut sich Martin Witmer, der erlebt, wie die gemeinsame Arbeit und Weiterbildung Patienten, Krankenhauspersonal und auch "seinen" jungen Mitarbeitern eine lebenswerte Existenz ermöglicht.

Um die Müttersterblichkeit zu senken, leisten die Ärzte jedes Frühjahr, wenn weniger Patientinnen und Patienten kommen, Gesundheitsarbeit in abgelegenen Dörfern, die zum Einzugsgebiet des Krankenhauses gehören. Sie führen Informationsveranstaltungen über Familienplanung und Schwangerschaftsvorsorge durch und sensibilisieren für Geburten in der Klinik.

Termine

22.11.17 , Meißen
Ostasien-Studientagung der Deutschen Ostasien-Mission DOAM

Gesellschaftliche Verantwortung und diakonisches Handeln. Was lernen wir voneinander in Südkorea und Deutschland? mehr

14.12.17 , EJW Tagungszentrum Bernhäuser Forst
Fachtagung Menschenhandel

"Gott sieht mich" - Theologische Reflexionen zu Menschenhandel mehr