12.02.18 | Aktuelles, Projekt des Monats

Brücken bauen, wo andere Gräben ziehen

Das Projekt des Monats Februar kommt aus dem Nahen Osten
Kinder an der Schneller-Schule

Gegenseitiger Respekt und ein friedliches Miteinander: Zwei der wichtigsten Bildungsziele an den Schneller-Schulen. (Foto: Waltz/EMS)

Die EMS bittet um Spenden für die Schneller-Schulen in Jordanien und im Libanon. In den beiden Internatsschulen leben und lernen Kinder aus den unterschiedlichsten Religionsgruppen friedlich zusammen. Meist kommen sie aus Familien, die zu arm sind, um selbst für eine Schulbildung bezahlen zu können.

„Seit fast sechs Jahren begleite ich die Schneller-Schulen bei ihrer Arbeit“, sagt Uwe Gräbe, EMS-Verbindungsreferent Nahost. „Ich kümmere mich um Finanzen und inhaltliche Projekte. Und mindestens zweimal im Jahr besuche ich die Einrichtungen vor Ort. So kann ich mich aus selbst immer wieder überzeugen, wie viel Gutes dort bewirkt wird.“ Die Schneller-Schulen in Jordanien und im Libanon bauen Brücken, wo andere tiefe Gräben ziehen: Christliche, muslimische und drusische Kinder, sowohl Mädchen als auch Jungen, gehen hier gemeinsam zur Schule. Sie leben gemeinsam im Internat, machen Seite an Seite eine Berufsausbildung. Lernen im ganz normalen Alltag, was den jeweils anderen wichtig ist, woran sie glauben, welche Feste sie feiern. Und so wächst auf natürliche Weise gegenseitiger Respekt. 

Hilfe für traumatisierte Kinder  
Die meisten Kinder und Jugendlichen an den Schneller-Schulen stammen vom Rande der Gesellschaft oder sind durch Gewalterfahrungen massiv traumatisiert. So auch die kleine Hiba aus Arsal, einem Dorf im Nordosten des Libanon. Arsal war 2014 während des syrischen Bürgerkrieges Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen syrischen Rebellen und dem libanesischen Militär. „Es ist nur für kurze Zeit“, hatten die Eltern von Hiba gesagt, als sie mit ihren fünf Kindern von Arsal aus nach Süden in die Bekaa-Ebene geflohen waren. Hier dürfen Hiba und ihre Geschwister nun die Schneller-Schule besuchen. Sie erhalten kostenlosen Unterricht, Schulspeisung sowie Unterrichtsmaterialien. Und dank der Begleitung durch die Schulpsychologin kann Hiba nun langsam auch ihre Angstattacken hinter sich lassen.

Bitte unterstützen auch Sie unser Projekt des Monats mit einer Spende! Und schenken Sie in Not geratenen Kindern wie Hiba die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Im Namen der Mädchen und Jungen an den Schneller-Schulen danken wir Ihnen schon jetzt für Ihre Mithilfe.

Uwe Gräbe/Stefan Schaal

Spendenkonto
Evangelische Mission in Solidarität (EMS)
Evangelische Bank
IBAN: DE85 5206 0410 0000 0001 24 
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Schneller-Schulen

Termine

23.02.18 , Hospitalhof Stuttgart
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