23.10.17 | Aktuelles

Bundesverdienstkreuz für einen Brückenbauer

Pfarrer Klaus Schmid, Vorsitzender des Evangelischen Vereins für die Schneller–Schulen, wurde für sein Engagement und Lebenswerk gewürdigt
Pfarrer Klaus Schmid

Pfarrer Klaus Schmid hat ein Leben lang Brücken gebaut. Nun wurde er für sein Engagement mit dem Bundestverdienstkreuz geehrt. (Foto: EMS/Feist)

"Solche Menschen brauchen wir mehr denn je", begründete die baden-württembergische Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch in ihrer Laudatio am 22. Oktober in der Nikodemus-Kirche in Stuttgart diese höchste Würdigung der Bundesrepublik Deutschland. Klaus Schmid habe, so Frau Gurr-Hirsch, ein ganzes Leben lang Brücken in Gesellschaften und zwischen Religionen gebaut. Angesichts der weltweiten Entwicklungen gebe es kaum einen passenderen Grund für diese Ehrung.

Klaus Schmid ist schon als junger Mensch zu den Schneller-Schulen gestoßen. In der libanesischen Schule war er in den 60er Jahren als Freiwilliger und später als Erziehungsleiter und stellvertretender Direktor tätig. Als Nahost-Verbindungsreferent der EMS und Geschäftsführer des EVS hat er die evangelischen Kirchen im Nahen Osten an die EMS herangeführt, in der sie heute Mitglied sind. 20 Jahre lang ist er Vorsitzender des Schneller-Vereins gewesen und hat unermüdlich über die Arbeit der Schulen informiert, Gelder für sie eingeworben und die nationalen Trägervereine zur Weiterentwicklung der Schulen in Jordanien und der libanesischen Bekaa-Ebene beraten.

Der libanesische Pfarrer George Haddad, heute Direktor der Schule im Libanon, war einer seiner ersten Schüler. Er brachte die mehr als 100 Teilnehmer der Ehrung zum Schmunzeln, als er erzählte, wie "Bruder Schmid" seinerzeit mit den Jungen seines Internatshauses Nummer 5 Sport trieb und musizierte, werkelte und auf den Feldern arbeitete. "Er war uns das beste Beispiel - er setzte sich immer noch mehr ein, als von uns verlangt wurde", führte Haddad aus.

Die Ehrung der Bundesrepublik Deutschland gilt auch den vielen Ehrenamtlichen des EVS und den Mitarbeitenden in Jordanien, im Libanon und der Stuttgarter Geschäftsstelle, so Klaus Schmid in seiner Dankrede.

Jürgen Reichel

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