31.01.17 | Aktuelles

Flüchtlinge unter dem Radar

Am 11. Februar 2017 beschäftigt sich der Afrika-Tag mit der Flüchtlingsproblematik in den afrikanischen Ländern. Interessierte sind herzlich Willkommen!
Flüchtlinge aus dem Südsudan

Viele Südsudanesen leben in großen Flüchtlingscamps in Äthiopien, Kenia oder Uganda. (Foto: EMS/Edwards-Raudonat)

"Wir schaffen das!" Mit dieser Ermutigung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Herbst 2015 an Bürgerinnen und Bürger ihres Landes appelliert, den Flüchtlingen - vor allem aus dem Nahen Osten, aber auch aus vielen afrikanischen Ländern - freundlich und offen entgegenzutreten. Doch während in den darauffolgenden Monaten etwa eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen, und das Land vor eine große Belastungsprobe stellten, suchten weltweit Millionen von Flüchtlingen in anderen Ländern Zuflucht.

Ihre Zahl übersteigt die der nach Deutschland geflüchteten Personen um ein Vielfaches. So befinden sich beispielsweise in Folge der Gräueltaten von Boko Haram über zwei Millionen Nigerianerinnen und Nigerianer weiterhin auf der Flucht. Als Binnenflüchtlinge im eigenen Land oder als Flüchtling in einem der benachbarten Länder harren sie aus und warten auf Veränderungen. In Uganda, Kenia oder Äthiopien befinden sich gegenwärtig über 600.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan, die vor Unruhen und Bürgerkriegen flüchteten.

Wie es diesen Menschen geht, welche Unterstützung ihnen gewährt wird und was darüber hinaus zu tun wäre, ist Thema des Afrika-Tags, der am Samstag, den 11. Februar 2017, in Stuttgart stattfindet. Der Afrika-Tag zu den Ländern Äthiopien, Nigeria, Sudan und Südsudan wird vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg zusammen mit der Basler Mission - Deutscher Zweig veranstaltet. Hauptreferent und Ansprechpartner ist Helmut Hess, der sich als ehemaliger Kontinentalleiter für Afrika bei Brot für die Welt mit den Flüchtlingsproblemen in Afrika auskennt. Zivilgesellschaftliches Engagement und ökumenische Zusammenarbeit sind für ihn wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Zusammenarbeit.

In länderspezifischen Arbeitsrunden betrachten die Teilnehmenden des Afrika-Tags die Situation der Flüchtlinge näher und erhalten durch Länder- und Verbindungsreferenten verschiedener Werke aktuelle Informationen zu der Flüchtlingsarbeit vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer in der Download-Box. Anmeldungen per E-Mail an: edwards-raudonat@dont-want-spam.ems-online.org

Flyer Afrika-Tag 2017

Termine

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