31.03.17 | Aktuelles

Das Netz der Zukunft

Lernen voneinander und miteinander – das erste Projektvernetzungsforum der EMS Anfang April bietet den EMS-Mitgliedskirchen eine wichtige Austauschplattform. Auf Facebook können Sie die Tagung live verfolgen
EMS-Weltkarte

Die EMS-Gemeinschaft erstreckt sich über Afrika, Asien, Nahost und Europa.

23 Mitgliedskirchen und fünf Missionsgesellschaften zählt die EMS. Ihre Delegierten treffen sich überwiegend bei der EMS-Vollversammlung, dem Kirchentag oder zu anderen Feierlichkeiten. Für einen Austausch über die Projekte der Kirchen, ihre Erfahrungen und Probleme bleibt dabei kaum Zeit. Das EMS-Projektvernetzungsforum, das vom 6.-10. April in Stuttgart stattfindet, bietet die Möglichkeit genau diese Lücke zu schließen.

Ein seit vielen Jahren von der EMS geförderte Projekt ist das Buraku-Befreiungszentrum in Japan. Das Zentrum steht in engem Austausch mit dem Arbeitskreis Sinti und Roma und Kirchen in Baden-Württemberg. Auch mit den Dalit in Indien solidarisieren sie sich. Alle Beteiligten arbeiten mit Minderheiten und Randgruppen innerhalb ihrer Gesellschaften und sie alle treffen immer wieder auf ähnliche Probleme und Herausforderungen. In regelmäßigen persönlichen Treffen tauschen sich die Gruppen aus, teilen ihre Erfahrungen und beraten einander. Jede Gruppe profitiert vom Erfahrungsschatz der anderen und empfindet die Vernetzung als ungemein wichtig.

Diese Art der Projektvernetzung über Ländergrenzen hinweg ist für eine internationale Gemeinschaft wie die EMS von großer Bedeutung. Daher wurde das Thema beim Missionsrat 2014 aufgegriffen und bei der Vollversammlung im selben Jahr konkretisiert. Der Austausch von Erfahrungen und Erfolgen zwischen den Projekten ist ein wichtiges Ziel im Internationalisierungsprozess der EMS. Durch den Austausch soll ökumenisches Lernen und die Professionalisierung und der Einfluss der kirchlichen Projekte gestärkt werden.

In einer ersten Phase sammelte ein Koordinationsteam in der EMS-Geschäftsstelle Ideen und Themen, die für die Mitgliedskirchen von Interesse sind. Das Vernetzungsforum, das nun in Stuttgart stattfindet, läutet die zweite Phase ein. Fünf Tage lang tauschen sich Projektleitende aus den verschiedenen Kirchen über ihre Arbeit aus. 33 internationale Gäste sowie einige deutsche Teilnehmende nehmen am Forum teil. In Kleingruppen, diskutieren die Delegierten über die für sie relevanten Themen wie Diakonie oder Bildung. Darüber hinaus stellen verschiedene Projektleitende ihre Projekte vor, es gibt eine Panel-Diskussion zum Thema "Multireligiöse Gesellschaft" und ein Workshop über wirkungsorientierte Projektarbeit.

Innerhalb des Forums erarbeiten die Teilnehmenden eine Vorlage über das weitere Vorgehen der Projektvernetzung, das in den Missionsrat eingebracht wird. Annika Hilton-Ganter, Koordinatorin der Projektvernetzung, hofft auf einen regen Austausch und ist gespannt auf die Vorschläge der Delegierten. "Vielleicht kommen während des Forums ganz andere Ideen auf, an die wir vom Koordinationsteam überhaupt nicht gedacht haben."

Das Vernetzungsforum ist ein wegweisender Schritt im Zuge der Internationalisierung der EMS. Um möglichst viele Mitglieder daran teilhaben zu lassen, berichtet das Medienteam auf der EMS-Facebookseite live vom Forum.

Elisa Heiligers

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