06.03.18 | Aktuelles

Dapchi 2018 – Böse Erinnerungen werden wach

Neun Jahre nach Beginn des Aufstands der Terrormiliz Boko Haram sind erneut mehr als 100 Mädchen im Nordosten Nigerias entführt worden.
Frauen und Kinder in Nigeria

Die Kirche der Geschwister in Nigeria unterstützt die Opfer von Boko Haram. (Foto: BMDZ)

Alles erinnert an Chibok im April 2014: Damals überfällt die Terroristengruppe Boko Haram eine Schule im Nordosten Nigerias und entführt fast 300 Mädchen. Knapp vier Jahre später, am 19. Februar 2018, schlägt die radikalislamische Miliz erneut zu: In dem kleinen Ort Dapchi, keine 300 Kilometer entfernt von Chibok, entführt Boko Haram 110 Mädchen aus einem Internat, zwei Mädchen sterben bei dem Überfall. Die verschwundenen Mädchen sind zwischen 11 und 19 Jahre alt, ihre Eltern und Angehörige warten verzweifelt auf Nachricht von ihren vermissten Kindern. Doch auch zehn Tag nach ihrem Verschwinden und einer groß angelegten Suchaktion des nigerianischen Militärs fehlt von den Mädchen weiterhin jede Spur.

Seit 2009 kämpt die Terrormiliz Boko Haram im Nordosten Nigeria gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Überfälle und Anschläge auf Dörfer, Kirchen oder Schulen stehen auf der Tagesordnung. Bis heute sind mehr als 20.000 Menschen getötet worden, rund zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch auf die Bildung hat die schwierige Lage in der Region ihre Auswirkungen: Über 2.295 Lehrerinnen und Lehrer kamen bei Angriffen der Terroristen ums Leben, 1.400 Schulen wurden zerstört. Auch aus diesem Grund gehen rund 10,5 Millionen Kinder in Nigeria nicht zur Schule, 60 Prozent davon kommen aus dem Norden Nigerias, schätzt das Kinderhilfswerk UNICEF.

Ein Zeichen der Solidarität

Die Basler Mission - Deutscher Zweig (BMDZ) und Mission 21 (M21) unterstützen das Nothilfeprogramm der Kirche der Geschwister in Nigeria, das sich um die Opfer der Terrorgruppe Boko Haram kümmert. Insbesondere Frauen und Mädchen werden in Flüchtlingslagern und Gemeinden betreut. Sie erhalten neben psychologischer Unterstützung bei der Verarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse auch Handwerkskurse, um später auf eigenen Beinen zu stehen.

Als Zeichen der Solidarität bitten BMDZ und M21 um Unterstützung und Anteilnahme und rufen Kirchen und Gottesdienstteilnehmende weltweit dazu auf, im Sonntagsgottesdienst für die entführten Frauen und Mädchen im Nordosten Nigerias zu beten.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die wichtige Nothilfe für Frauen und Mädchen in Nigeria. Helfen Sie jetzt!

Spendenkonto:
Basler Mission - Deutscher Zweig
Evangelische Bank eG
IBAN: DE91520604100000001180
BIC: GENODEF1EK1

Termine

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