28.08.18 | Aktuelles, Projekt des Monats

Jahrhundertflut in Indien

Überschwemmungen und Erdrutsche haben große Teile Keralas verwüstet. Mit 10.000 Euro unterstützt die EMS das Nothilfeprogramm der Kirche von Südindien, das den Opfern mit Soforthilfemaßnahmen und beim Wiederaufbau hilft
Eine indische Familie fährt auf einem Boot durch die Fluten.

Auf Booten durch die Fluten: Hundertausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

Im Bundesstaat Kerala hat der diesjährige Monsunregen die schlimmsten Überflutungen seit über 100 Jahren ausgelöst. Mehr als 40 Flüsse sind über die Ufer getreten und zahlreiche Dämme gebrochen. Die Regierung in Neu-Delhi rief eine nationale Katastrophe aus.

Seit dem Einsetzen der Regenfälle im Juni sind bereits über 1.000 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigt - da immer noch zahlreiche Menschen als vermisst gelten. Etwa eine Millionen Menschen sind obdachlos und warten in über 3.300 Notunterkünften darauf, dass das Wasser zurückgeht. Auf der Flucht vor den Wassermassen mussten sie ihr Hab und Gut zurücklassen und stehen jetzt vor dem Nichts. Viele Dorfbewohner sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten und warten auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung. Die zahlreichen Helfer, Helikopter und Drohnen sind im Dauereinsatz, um die Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.

CSI startet Nothilfe

Auch viele Kirchengemeinden und Mitglieder der Kirche von Südindien (CSI) sind von den Fluten betroffen. Um einen Beitrag in dieser Katastrophe zu leisten und den Überlebenden zu helfen, hat die Kirche ein Nothilfeprogramm auf den Weg gebracht: Mehrere Teams sind vor Ort im Einsatz und verteilen Medikamente, Lebensmittel und Kleidung. Außerdem bieten sie traumatisierten Opfer seelsorgerische Unterstützung an. Neben der Soforthilfe hat die CSI auch einen Plan zum Wiederaufbau der betroffenen Regionen ausgearbeitet. Sobald die Fluten den Weg frei geben, sollen die Schäden an den Häusern und der Infrastruktur behoben und den Menschen die Rückkehr in ihre Häuser ermöglicht werden. So möchte die Kirche nachhaltige Hilfe leisten.

Um die Versorgung der zerstörten Krisengebiete zu gewährleisten, ist die CSI auf Spenden angewiesen. Helfen Sie jetzt!

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85520604100000000124
Verwendungszweck "Kerala Fluthilfe"

Termine

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