03.05.19 | Aktuelles, Projekt des Monats

Hilfe auf vielen Ebenen

Das Projekt des Monats Mai kommt aus Nigeria
Viele Nigerianerinnen und Nigerianer leben immer noch in Flüchtlingslagern. (Foto: EMS/Mission 21)

Viele Nigerianerinnen und Nigerianer leben immer noch in Flüchtlingslagern. (Foto: EMS/Mission 21)

Fünf Jahre ist es her, seit die Verschleppung der Chibok-Mädchen im Nordosten Nigerias weltweit Aufsehen erregte. In dieser Zeit ist viel passiert in dem westafrikanischen Land. Während in manchen Gegenden Nigerias ein gewisser Grad an Sicherheit herrscht, gibt es in anderen Teilen weiterhin Gewalt, Terrorattacken und Selbstmordanschläge. Seit 2018 kommen in Zentral-Nigeria bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen hinzu. So kommt es, dass immer noch 2,2 Millionen Nigerianerinnen und Nigerianer fernab ihrer Heimatdörfer als Vertriebene leben. Darüber hinaus benötigen Schätzungen zufolge 6,1 Millionen Menschen in Nordostnigeria humanitäre Hilfe.

Bereits seit 2014 kümmert sich die Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN) mit ihrem Nothilfe- und Wiederaufbauprojekt um die Menschen vor Ort. Unterstützt wird das Projekt auch aus Deutschland und der Schweiz durch die Basler Mission - Deutscher Zweig und Mission 21. Das Nothilfeprogramm besteht aus vielen unterschiedlichen Maßnahmen: Ob die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Decken und Hygieneartikeln, psychosoziale Begleitung für traumatisierte Menschen oder Zugang zu Bildung für Waisen und schutzbedürftige Kinder - die Vielfältigkeit der Aktivitäten hilft den Menschen im Nordosten Nigerias ihren Alltag zu bewältigen und neue Hoffnung zu schöpfen. 13.000 Personen erhielten 2018 medizinische Basisleistungen, darüber hinaus organisierte die EYN berufliche Weiterbildungen, um den Vertriebenen neue Perspektiven zu bieten. Durch die Schulungen eröffnen sich den Teilnehmenden neue Erwerbsmöglichkeiten und sie sind in der Lage sich und ihre Familien selbst zu versorgen.

Ein Keim der Hoffnung

Trotz der weiter bestehenden instabilen Sicherheitslage kehrten in den letzten Jahren rund 1,6 Millionen Menschen in ihre Heimatdörfer zurück. Auch hierbei erhalten sie Hilfe von der EYN: Die Kirche hilft beim Wiederaufbau der Häuser. Sie stellt Saatgut und Werkzeug für die Felder bereit und unterstützt beim Bohren neuer Brunnen, um die Trinkwasserversorgung für die Familien zu gewährleisten. Durch diese praktische Hilfe, sind die Heimkehrer in der Lage ihr Leben neu aufzubauen und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Das hilft nicht nur ihnen, sondern langfristig auch den Dörfern und Gemeinden in Nordostnigeria.

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Termine

24.05.19 , Hohenwart Forum Pforzheim
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28.05.19 , Stift Urach
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