27.03.19 | Pressemeldungen, Aktuelles

Die Kirchen und der Krieg – geistlicher und praktischer Wiederaufbau

Internationale Konferenz in Göttingen und Höxter

Der Syrien-Konflikt und seine Auswirkungen auf den Nahen Osten stehen im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz, zu der die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) vom 24. bis 27. April 2019 an die Georg-August-Universität Göttingen und in das koptische Kloster Höxter-Brenkhausen einlädt. Das Thema der Veranstaltung lautet: „Die Auswirkungen der gegenwärtigen politischen und sozialen Entwicklungen auf das Zeugnis der Kirchen: Zeit für einen geistlichen Wiederaufbau?!“

Erwartet werden mehr als 50 Lehrende und Studierende der Theologie, Pfarrerinnen, Pfarrer und Fachleute für Ökumene und interreligiöse Begegnung. Die Teilnehmenden stammen aus dem  Libanon, Syrien, Armenien, Palästina, den USA, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Allein zu der dreizehnköpfigen Delegation aus Beirut werden voraussichtlich sechs Syrerinnen und Syrer gehören, die sich momentan noch um ihre Visa bemühen. Die mittlerweile sechste Konsultation des SiMO-Studienprogrammes der EMS („Studium im Mittleren Osten“) mit der Near East School of Theology (NEST, Beirut) wird vom Nahostreferat der EMS gemeinsam mit Lehrenden aus Bochum, Göttingen und Beirut vorbereitet. Vor Beginn der Veranstaltung soll eine Partnerschaft zwischen der NEST und der Ruhr-Universität Bochum vereinbart werden; am letzten Abend schließlich wird die NEST-Delegation vom Zentrum Ökumene der hessischen Landeskirchen in Frankfurt empfangen.

„Die Konferenz widmet sich einem ebenso spannenden wie herausfordernden Thema“, sagt Dr. Uwe Gräbe, Nahost-Verbindungsreferent der EMS. „Der verheerende Krieg in Syrien mit all seinen Auswirkungen auch auf den Libanon ist aktuell in eine Phase eingetreten, in der sich die örtlichen Kirchen zum geistlichen und ganz praktischen Wiederaufbau herausgefordert sehen. Doch wie kann das geschehen? Welche Allianzen bieten sich an, welche sollten eher vermieden werden? Wie kann ganz praktisch Trauma-Arbeit geleistet werden, wie können durch den Krieg entstandene Feindschaften überwunden werden, und welche Rolle können Seelsorge und kirchliche Schul- und Bildungsarbeit dabei spielen?“

Manche dieser Fragen aus dem nahöstlichen Kontext mögen auch in Deutschland nicht ganz fremd klingen: Auch hier mag man sich den Zusammenhang zwischen Bildungsarbeit und geistlichen Aufbrüchen genauer anschauen, auch hier steht der Dialog zwischen Christen und Muslimen immer wieder neu auf dem Prüfstand. Aus der jahrelangen vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen europäischen und nahöstlichen Partnern ist auch ein gemeinsamer Predigtband hervorgegangen, der auf der Konsultation vorgestellt werden soll. Neben der EMS haben auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers und die Bank im Bistum Essen erhebliche Mittel zum Zustandekommen dieser Veranstaltung beigesteuert.

Pressekontakt: Regina Karasch-Böttcher, karasch-boettcher@dont-want-spam.ems-online.org, Tel. +49 711 636 78 85, Mobil +49 178 62 000 52
Auskunft
: Dr. Uwe Gräbe, EMS-Nahostreferent, graebe@dont-want-spam.ems-online.org,  Tel. +49 711 636 78 37,  Mobil +49 178 636 78 37

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