24.04.20 | Aktuelles, Corona

Corona-Krise in Indien – Hilfe für die Schwächsten

Solidarität. Weltweit. Leben. Miteinander gegen Corona

Die Kirche von Südindien (CSI) unterstützt die Behörden bei der Verteilung von Lebensmitteln. (Foto: CSI)

Indien hat wegen des Coronavirus die größte Ausgangssperre der Welt verhängt – mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind davon betroffen. Am 24. März verkündete Premierminister Narendra Modi den landesweiten Lockdown, der bereits vier Stunden später in Kraft trat. Mittlerweile wurden die Ausgangsbeschränkungen bis zum 3. Mai verlängert.

In der Zwischenzeit haben Hundertausende ihre Arbeit und oft auch ihr Zuhause verloren. Wanderarbeiter*innen, die kein Einkommen mehr haben, versuchen nun zu Fuß zurück in ihre Heimatdörfer zu gelangen. Eine Massenwanderung aus den Städten in die ländlichen Regionen droht und damit eine weitere Verbreitung des Virus. Die indische Regierung hat die Bundesstaaten aufgefordert, ihre Grenzen zu schließen und provisorische Massenunterkünfte einzurichten. Da die Lebensmittelpreise wegen der Corona-Krise extrem gestiegen sind, hat die Regierung Nahrungsmittelhilfen für die arme Bevölkerung angekündigt.

In dieser Situation spielt unsere Mitgliedskirche eine besonders wichtige Rolle. Die Kirche von Südindien (CSI) ist mit den Menschen vor Ort in Kontakt und unterstützt sie dabei, die staatliche Hilfe zu erhalten. Sie unterstützt zudem die Behörden bei der Versorgung der gestrandeten Wanderarbeiter*innen mit Lebensmitteln und beim Betrieb von Suppenküchen.

 

 

 

Die CSI versorgt die gestrandeten Wanderarbeiter*innen mit Nahrungsmitteln. (Foto: CSI)

Die Ausgangssperre trifft auch die Armen und Ausgegrenzten in den Städten völlig unvorbereitet. Sie können sich den Luxus sozialer Distanzierung nicht leisten und haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Bevölkerung lebt hier dicht gedrängt, ohne Anschluss an Elektrizität, Trinkwasser und Abwasserentsorgung. Viele sind unterernährt und leiden an Vorerkrankungen. Allein schon deshalb sind die vorgeschriebenen Hygiene- und Präventionsmaßnahmen praktisch nicht einzuhalten. Sollte sich das Corona-Virus auch in den Städten ausbreiten, droht eine humanitäre Katastrophe.

Die Armen und Marginalisierten, die keine staatliche Hilfe erhalten, weil sie zum Beispiel nicht bei den Behörden registriert sind, hat die Kirche von Südindien besonders im Blick.

Die CSI versorgt die Armen und Marginalisierten mit Lebensmitteln. (Foto: CSI)

Dort wo es im Land Krankenhäuser gibt, sind diese kaum in der Lage, alle Patient*innen zu versorgen. Belegte Krankenhausbetten und fehlende Medikamente waren auch schon vor Corona ein alltägliches Problem. Das Krankenhauspersonal ist im Dauereinsatz, klagt über fehlende Schutzkleidung.

Die Kirche von Südindien (CSI) versucht auch hier zu helfen, doch es fehlt an allem – Gesichtsmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel.

Die CSI versorgt das Krankenhauspersonal mit warmen Mahlzeiten. (Foto: CSI)

 

Wir bitten Sie herzlich um Ihr Gebet und Ihre Spende für die Corona-Hilfsaktion der EMS. Wir tun alles dafür, dass Ihre Spenden zielgerichtet dort eingesetzt werden, wo die Not am größten ist.

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85 5206 0410 0000 0001 24
Verwendungszweck „Miteinander gegen Corona“

  • Gemeindemitglieder der CSI nähen Schutzmasken für die umliegenden Krankenhäuser. (Foto: CSI)
  • Schutzmasken für die umliegenden Krankenhäuser. (Foto: CSI)
  • Seife und Desinfektionsmittel für die umliegenden Krankenhäuser. (Foto: CSI)