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29.05.20 | Aktuelles, Drei Fragen an

Drei Fragen an...

Pfarrer Marthen Sambira, Kirchenpräsident der Protestantischen Kirche Südostsulawesi (GEPSULTRA).

Hier werden Kenntnisse in der Herstellung von organischem Dünger erworben. (Foto: EMS/Sambira)

Pfarrer Marthen Sambira: als Kirchenpräsident der Protestantischen Kirche Südostsulawesi  (GEPSULTRA) ist er auch zuständig für die Evangelisierungsarbeit, die die im EMS im Förderzyklus 2019/2020 unterstützt. Im Rahmen des Projekts werden junge Menschen zu Evangelisten ausgebildet. Sie gehen in abgelegene Dörfer und unterstützen die Pfarrerinnen und Pfarrer. Die jungen Christen und Christinnen lernen alles, was sie für ihren geistlichen Dienst brauchen, aber auch, was sie tun können, um den Gemeinden ganz praktisch zu helfen. Sie besuchen die Dörfer und verschaffen sich einen Eindruck von den Bedingungen vor Ort. Danach planen sie Programme und Aktivitäten, die sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern durchführen. So geschieht Evangelisation nicht nur durch die Weitergabe von Gottes Wort, sondern auch ganz praktisch durch den Dienst am Menschen.

Das ist das erste Evangelisierungsprojekt der GEPSULTRA. Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?

Zum einen gab es 2016 einen Synodenbeschluss im Arbeitsbereich „Mission und Evangelisation“: Es sollte eine Arbeitsgruppe zum Thema Evangelisierung eingerichtet werden, mit der Aufgabenstellung, die Gute Nachricht zu von uns bisher nicht erreichten Volksgruppen in Südostsulawesi zu bringen. 2018 begann die Arbeitsgruppe, bestehend aus sieben Mitgliedern der Kirchenleitung, ihre Arbeit.

Zum anderen fußt dieses Projekt auf unserem Bewusstsein, dass unsere eigene Kirche nur deshalb entstehen konnte, weil im Jahr 1916 Missionare aus den Niederlanden kamen und ihre Arbeit im Mowewe Tal begannen. Die Geschichte und der Geist der Missionare inspirieren uns in der Durchführung dieses Programms. Und natürlich folgen wir als Kirche dem biblischen Aufruf zur Mission (Mt. 28: 18-20; Mk. 16: 15-16).

Ich kann mir vorstellen, dass es ein sehr sensibles Unterfangen ist, in einer multireligiösen Gesellschaft wie der indonesischen, ein Evangelisierungsprojekt zu starten. Können Sie erläutern, wie Sie dabei vorgegangen sind? Welche Methode haben Sie gewählt?

Die Missionsarbeit ist in der Tat ein heikles Thema in unserer multireligiösen Gesellschaft. Wir sind uns der Herausforderung bewusst. Wir wissen darüber hinaus, dass es vermutlich überall, in jedem Kontext, eine Herausforderung ist, Missionsarbeit zu betreiben. Daher sind wir so vorgegangen, dass wir 2019 zunächst verschiedene Weiterbildungen und Workshops zum Thema „Evangelisationsarbeit heute“ angeboten haben. An diesen Arbeitsgruppen nahmen Synodenmitglieder, Mitglieder der Arbeitsgruppe „Evangelisierung“, Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindeälteste, sonstige Kirchenmitglieder und auch Jugendliche teil. Unsere Hoffnung und unser Ziel war es, sie so gut wie möglich mit allem auszustatten, was es braucht, um diese Arbeit gut durchführen zu können. Die meisten der Workshops wurden von der EMS gefördert.

Welche ermutigenden Erfahrungen konnten Sie 2019 machen?

Ich möchte drei herausgreifen:

1. Das Programm hat unter Pfarrerinnen und Pfarrern, Gemeindeältesten und Kirchenmitgliedern neue Begeisterung für die Mission ausgelöst. Jahrelang hatte die Missionsarbeit nicht den gleichen Stellenwert wie zum Beispiel soziale Projekte und gemeinsame Gottesdienste. Durch Gottes Gnade wurde die GEPSULTRA 1957 gegründet und wir werden die Missionare nie vergessen, die aus einem weit entfernten Land kamen, ihr Leben riskierten und so viel um des Evangeliums willen und für die Errettung der Menschen riskierten. Die Missionsarbeit muss in unserem aktuellen Kontext, der seine besonderen Herausforderungen mitbringt, fortgesetzt werden.

2. Die Begeisterung für dieses Thema war, wie oben erwähnt, bei allen Teilnehmenden der Workshops zu spüren. In ihrem Feedback sagten sie, dass jedes Kirchenmitglied mit diesem Wissen ausgestattet werden sollte, damit sie alle die Gute Nachricht der Erlösung durch ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Berufung anderen gegenüber bezeugen können - so wie es die Methode „Aufrichtige Freundschaften knüpfen“ vorsieht.

3. Während unserer Synode im Januar 2020 wurde auch ein Programm zum Wiederaufbau der Missionsstation im Mowewe Tal in der Kolaka Region beschlossen, wo der erste Missionar, Ds. Hendrik van der Klift seine Missionsarbeit begann und wo auch seine späteren Kollegen lebten. Die Missionsstation besteht aus Häusern, einem Versammlungssaal und einer Ausbildungsstätte. Dort sind also die Spuren unserer Gründung noch zu sehen. Es ist unsere Hoffnung, dass die Missionsstation später ein Ort der Erinnerung wird, wo zum Beispiel Kindergottesdienstgruppen oder Konfirmationsklassen ein paar Tage verbringen können. Die junge Generation sollte bereits früh Wissen und ein Bewusstsein für die positiven Auswirkungen von Evangelisation und die Missionsarbeit erwerben. Mission und Evangelisierung sind der Auftrag des Herrn an die Kirche und an jede einzelne Generation.

Das Interview führte Annika Hilton-Ganter, Koordinatorin Programm- und Projektförderung.

 

 

Termine

18.09.20 , Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 70, 10249 Berlin
China – Ethik – Wirtschaft

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