28.01.21 | Aktuelles, Pressemeldungen

Indonesien: Schwere Unwetter auf Sulawesi

Zwei EMS-Mitgliedskirchen betroffen

Hein Arina, Kirchenpräsident der GMIM (Mitte), macht sich vor Ort ein Bild von den Schäden der Unwetter (Foto: Stevie Wowor/GMIM).

Nur wenige Tage nach dem schweren Erdbeben (wir berichteten) ist Sulawesi erneut von einer Naturkatastrophe heimgesucht worden: Heftige Regenfälle haben zahlreiche Flüsse im Norden der indonesischen Insel über die Ufer treten lassen. Die EMS-Kirchen in der Region haben bereits erste Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet. 

Offiziellen Angaben zufolge sind bei den Überschwemmungen und den daraus resultierenden Erdrutschen mindestens 59 Menschen ums Leben gekommen. Tausende mussten ihre Häuser fluchtartig verlassen. Öffentliche Gebäude wie Kirchen oder Schulen wurden zu Notunterkünften umfunktioniert. In den überschwemmten Straßen wateten Einsatzkräfte und Bewohner*innen oft hüfthoch im Wasser. Zahlreiche Kirchengebäude wurden durch das Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen. In den betroffenen Gebieten haben die Christlich-Evangelischen Kirche in Minahasa (GMIM) und die Christlich-Evangelischen Kirche in Halmahera (GMIH) ihre Gemeinden.

Hilfsprogramm gestartet

Das ganze Ausmaß der Schäden ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Hein Arina, Kirchenpräsident der GMIM, befürchtet, dass sich infolge der Naturkatastrophe und der schlechten hygienischen Bedingungen das Coronavirus weiter ausbreitet und die Lage noch verschlimmert. Die GMIM hat inzwischen ein Nothilfeprogramm gestartet. Sie richtete Hilfszentren und öffentliche Küchen ein, verteilt Lebensmittel, Trinkwasser und Gegenständen des täglichen Bedarfs. Gemeindeglieder – insbesondere Handwerker*innen – wurden aufgerufen, bei den Reinigungs- und Aufräumarbeiten mitzuhelfen und ihr Know-how zur Verfügung zu stellen.  

Auswirkungen des Klimawandels

Die Christlich-Evangelische Kirche in Minahasa (GMIM) und die Christlich-Evangelische Kirche in Halmahera (GMIH) gehören zu den insgesamt neun indonesischen Mitgliedskirchen der EMS. Unsere Gedanken und Gebeten gelten den Opfern der Überschwemmungen. Bitte schließen auch Sie die Trauernden, Verletzten und Obdachlosen sowie alle Helfer*innen in Ihr Gebet mit ein! Die Insel Sulawesi leidet zunehmend unter den Folgen der weltweiten Klimaveränderungen. Immer häufiger kommt es dort zu heftigem Dauerregen und starken Stürmen.  

Unterstützen Sie die EMS-Nothilfe

Nach einer Katastrophe sind die Betroffenen unmittelbar auf Hilfe angewiesen. Um in Notfällen entsprechend reagieren zu können, finanziert die Evangelische Mission in Solidarität e.V. Nothilfeprojekte vor. In Krisensituationen können wir auf diese Mittel zugreifen. Die Hilfe erfolgt schnell und unbürokratisch. Wir setzen Ihre Spende zielgerichtet dort ein, wo die Not am größten ist. Damit wir auch in Zukunft schnelle Hilfe leisten können, benötigen wir Ihre Unterstützung!  

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85520604100000000124
Verwendungszweck „EMS-Nothilfe“  

Termine

04.06.21 , Rupertistr. 67, 22609 Hamburg
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