12.09.19 | Aktuelles, Pressemeldungen

Asien: EMS-Kirchen wollen enger zusammenarbeiten

Fünf große protestantische Kirchen aus Südkorea und Indien haben sich jetzt in der südindischen Metropole Chennai auf eine engere Zusammenarbeit geeinigt.

Indisch-Koreanischer Missionsrat in Chennai (Foto: Benjamin/EMS)

Die Kirchen kamen in dieser Form zum dritten Mal zusammen. In ihrer abschließenden Verlautbarung haben sie außerdem die sozialen und politischen Bedingungen sowie die sich zuspitzende klimatische Krise als wichtige Fragestellungen benannt. Neben den Vertreter*innen von drei Mitgliedskirchen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) waren die Repräsentant*innen zweier weiterer Kirchen aus Indien eingeladen.

In der Stadt und im Großraum von Chennai leben fast 9 Millionen Menschen. Dort, in der Diözese Madras, engagieren sich Christinnen und Christen in weit über tausend Gemeinden der Kirche von Südindien (CSI). Das Ballungsgebiet mit seinen vielen Herausforderungen war der geeignete Ort für die Zusammenkunft des 3. Indisch-Koreanischen Ökumenischen Missionsrats (IKMC). Die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK) und die Presbyterianische Kirche von Korea (PCK) waren vom 19. bis 23. August 2019 Gäste der Kirche von Südindien. Zudem waren Repräsentanten der Kirche von Nordindien (CNI) und der Presbyterianischen Kirche von Indien (PCI) eingeladen, um Einblick in ihre Arbeit zu geben.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst ging es in Chennai um die sozialen, politischen und ökologischen Problematiken und die möglichen Antworten der Kirchen darauf. Themen wie die steigende Arbeitslosigkeit, der zunehmende Druck durch marktwirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten, die Gewalt gegenüber Frauen und Kindern oder Geschlechterminderheiten, Menschenhandel und Umweltverschmutzung, aber auch die politische Situation in Korea wurden als besondere Herausforderungen benannt. Die evangelischen Kirchen sind sich darin einig, dass zur Bewältigung eine engere regionale und internationale Zusammenarbeit hilfreich ist und gerade durch die gegenseitige Unterstützung der Kirchen im globalen Süden untereinander eine starke „Koinonia“ (Gemeinschaft) wachsen kann.

In der Verlautbarung wird diese Solidarität ebenso betont wie der Ausbau persönlicher Beziehungen, zum Beispiel durch Austauschprogramme für junge Menschen oder ökumenische Mitarbeitende. Außerdem soll noch stärker als bisher für Transparenz gesorgt und Verantwortlichkeiten zugewiesen werden. Es wurde das Ziel formuliert, ein Regionalforum ins Leben zu rufen, dem schließlich alle evangelischen Kirchen des EMS-Verbundes in Asien angehören, also Kirchen aus Indien, Indonesien, Japan, Korea und möglicherweise dem Libanon.    

Jörg Conzelmann

Termine

02.11.19 , Tagungsraum der EMS, Vogelsangstraße 66a, 70197 Stuttgart
Ehemaligentreffen Nahost

Der Evangelische Verein für die Schneller Schulen lädt alle ehemaligen Freiwilligen zu einem Abend der Begegnung ein.  mehr

10.11.19 , Paulinenpflege, Ringstraße 108, 71364 Winnenden
Spiritualität und Religionen in der Entwicklungspolitik

Vortrag und Podiumsdiskussion mehr