14.08.19 | Aktuelles

Überschwemmungen verwüsten weite Teile Südindiens

EMS unterstützt Soforthilfe und bittet dringend um Spenden.

Nach der Jahrhundertflut des vergangenen Jahres haben erneut schwere Regenfälle zu massiven Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen ist der Südwesten Indiens mit den Bundesstaaten Maharashtra, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu. Der anhaltende Monsunregen hatte in den vergangenen Tagen insbesondere in Kerala für Erdrutsche und Überschwemmungen gesorgt.

Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) unterstützt das Nothilfeprogramm der Church of South India (CSI) und bittet dringend um Spenden für die Betroffenen der Naturkatastrophe. Die CSI ist Mitgliedskirche der EMS und leitet die Spendengelder direkt an diejenigen weiter, die am meisten betroffen sind und genau wissen, wo und wie die Hilfe am besten geleistet wird.

Seit dem Einsetzen der Regenfälle sind bereits über 140 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da immer noch zahlreiche Menschen als vermisst gelten. Allein im Bundesstaat Kerala haben über 250 000 Menschen in mehr als 1 600 Notunterkünften Zuflucht gefunden, so der Bericht der Landesregierung. Auf der Flucht vor den Wassermassen mussten sie alles hinter sich lassen. Viele sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten und warten auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung. Die zahlreichen Helfer sind im Dauereinsatz, um die Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. Die Rettungsarbeiten verlaufen schleppend, da wichtige Teile der Infrastruktur zerstört wurden. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen, doch durch den weiter anhaltenden Regen bleibt die Situation weiterhin sehr angespannt.

Verbindungsreferent der EMS im Unglücksgebiet

Dr. Praveen Perumalla, Verbindungsreferent der EMS bei der Kirche von Südindien, berichtet über die Lage vor Ort und die Situation der Überlebenden: „Ganz deutlich zeigt sich der Klimawandel derzeit im Ausmaß der Überflutungen in den südlichen Bundesstaaten Indiens. Dieser Herausforderung müssen wir uns alle stellen und die Zivilgesellschaft in ihrem Kampf unterstützen – nachhaltig und nicht nur im Moment größter Verzweiflung. Die Kirche von Südindien zeigt sich solidarisch mit den Flutopfern und tut alles, was in ihrer Macht steht, um die Not zu lindern. Wir fordern die weltweite Kirche und all unsere Partner dazu auf, sich die Hände zu reichen und Schulter an Schulter zu stehen, mit den Armen und Verletzlichen in unserer Gesellschaft.“

Unsere Mitgliedskirche hilft vor Ort

Auch viele Kirchengemeinden und Mitglieder der Kirche von Südindien (CSI) sind von den Fluten betroffen. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden hat die CSI Hilfsstationen und Notunterkünfte errichtet. Die Mitarbeitenden der Kirchen sowie zahlreiche freiwillige Helfer*innen unterstützen die Bergungsarbeiten vor Ort und verteilen Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Außerdem bieten sie den traumatisierten Opfern seelsorgerliche Unterstützung an.

Spenden für Hilfsmaßnahmen dringend benötigt

Damit wir schnelle Hilfe leisten können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Bitte spenden Sie jetzt, damit wir gemeinsam noch mehr Menschen in Not unterstützen können. Dabei können Sie sich sicher sein, dass Ihre Spende dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Unsere lokalen Partner kennen Land und Leute und damit auch die kulturellen und nationalen Besonderheiten der betroffenen Region.

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85520604100000000124
Verwendungszweck „Kerala Fluthilfe“

Termine

28.09.19 , Ev. Akademie Bad Boll
Indien-Tagung Bad Boll

Die wahre Geschichte unserer Völker: Sprache - Widerstand - Perspektiven im internationalen Jahr (2019) für indigene Sprachen  mehr

04.10.19 , Hoffmans Höfe, Heinrich-Hoffmann-Straße 3, 60528 Frankfurt am Main
Internationale Tagung – Interreligiöse Studienprogramme als Aufgabe der Kirche in multi-religiösen Gesellschaften

Erfahrungen aus Indien, Japan und dem Libanon mehr