17.12.19 | Aktuelles

Wiederaufbau auf Sulawesi: Ihre Unterstützung zählt!

Niketut Sugandi und ihr Mann Putu Rudy kämpfen um ihre Existenz

Niketut Sugandi und ihr Mann Putu Rudy bei der Feldarbeit. (Foto: EMS/Lohnes)

Ein Jahr lang, seit dem Erdbeben auf Sulawesi Ende September 2018, lebten Niketut Sugandi (48) und ihr Mann Putu Rudy in einem Zelt, dann wollte der Landbesitzer sein Grundstück wieder für sich. Zuflucht fanden die beiden im provisorischen Bau der Patmos-Gemeinde in Jono'oge, deren Kirche ebenfalls beim Beben zerstört wurde. Woher sie das Geld für ein neues Haus nehmen sollen, wissen sie nicht, denn auch Feld und Garten, wo sie Mais und Gemüse angebaut hatten, sind im flüssigen Sand verschwunden.

Nur 20 Minuten dauerte das schwere Erdbeben und der verheerende Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi. Wenige Tage berichtete die Weltpresse. Doch für die Betroffenen dauert es oft mehrere Jahre sich von den Folgen der Katastrophe zu erholen. Fast 5.000 Menschen kamen ums Leben. Über 14.000 Menschen wurden verletzt. Mehr als 211.000 Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Häuser und Kirchen, Felder, Viehbestand und Fischerboote wurden zerstört.

„Schlimmer noch als Erdbeben und Tsunami waren die Bodenverflüssigung und die damit verbundenen Schlamm-Massen, die alles niederwalzten, Straßen in Puzzleteile zerlegten, Menschen und Gebäude in Sekundenschnelle verschluckten,“ so fasst Hans Heinrich, der Indonesienreferent der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), die Aussagen von Überlebenden der Katastrophe zusammen. Er war einer der wenigen Ausländer, die im Zusammenhang mit den Hilfsmaßnahmen in das Krisengebiet einreisen durften.

(Foto: EMS/Lohnes)

Einfache Bauernfamilien, wie Niketut Sugandi und ihr Mann Putu Rudy, kämpfen nach wie vor damit, ihre Felder oder zugewiesenes Ersatzland wieder urbar und fruchtbar zu machen. Verschärft wird die Situation durch den Klimawandel: Die Trockenzeit fällt dieses Jahr länger aus. Dringend gebraucht werden verloren gegangene Produktionsmittel: Baugeräte und ­material, Pflüge, Scheunen und Saatgut fehlen.

„Bangkit berdiri“ ist das Motto des Wiederaufbaus – „Wir sind auferstanden, wir stehen wieder auf eigenen Beinen“. Die Zuversicht und Schaffenskraft der Menschen auf Sulawesi scheinen unerschütterlich. Helfen Sie Niketut Sugandi und ihrem Mann Putu Rudy – helfen Sie den Menschen von Sulawesi. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85520604100000000124
Verwendungszweck „Wiederaufbau Sulawesi“

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