28.11.16 | Aktuelles, Drei Fragen an

Drei Fragen an...

Mpiwe Mpeka und David Daniels, die für den Jugendverband der Brüder-Unität in Südafrika arbeiten
David Daniels, Jürgen Reichel und Mpiwe Mpeka. (Foto: EMS/Edwards-Raudonat)

Von links: David Daniels, EMS-Generalsekretär Jürgen Reichel und Mpiwe Mpeka. (Foto: EMS/Edwards-Raudonat)

Die Jugendarbeit in der Evangelischen Brüder-Unität in Südafrika wird vom Jugendverband der Brüder-Unität in Südafrika (MYUSA) ausgeführt. In einem Interview sprechen der Präsident David Daniels und sein Stellvertreter, Mpiwe Mpeka, über die Aktivitäten des Jugendverbands und die Kooperation mit der EMS. Während der EMS-Vollversammlung im Dezember in Südafrika treffen sich die beiden mit Birgit Grobe-Slopianka, der Leiterin des Jugendnetzwerks.

Wo liegt momentan der Schwerpunkt der Jugendarbeit der MCSA?

Daniels: Auf nationaler Ebene liegt unser Fokus auf dem Führungskräftetraining. Die Jugend der Brüder-Unität möchte leitende Positionen übernehmen, aber oft fehlt ihnen das Selbstbewusstsein. Wir vermitteln ihnen, dass sie das Recht und sogar eine Verpflichtung haben, in eine Leitungsrolle zu schlüpfen. Wie sonst soll die Stimme der Jugend in der Kirche gehört werden? Wir versuchen auch, ihr Selbstvertrauen zu stärken, indem wir ihnen Führungskompetenzen vermitteln.

Mpeka: Als Resultat unseres Trainings bemerken wir, dass die Teilnahme der Jugend in den lokalen Kirchenräten, in den Bezirken und sogar in der Provinzsynode ansteigt. Dieses Jahr nahmen zehn Delegierte des Jugendverbands an der Synode teil. Außerdem hat die MYUSA auch einen eigenen Delegiertensitz, den dieses Jahr David Daniels eingenommen hat. All das sind große Fortschritte. Dabei hilfreich war sicherlich auch die Herabsetzung des Alters der Delegierten von 25 auf 18 Jahre.

Welche lokalen Aktivitäten führt der Jugendverband aus?

Mpeka: Meine Heimatgemeinde ist Maluti in der Nähe von Matatiele in der Ostkap-Region. Dort arbeitet der Jugendverband eng mit dem Pfarrer vor Ort, Mzwandile Tofile, zusammen. Im Sommer treffen sich die Jugendlichen jeden Freitagabend. Wir wollen sowohl für Glauben- als auch für Lebensfragen ein Multiplikatorensystem bilden. Die jungen Leute diskutieren miteinander über unterschiedliche Themen, wie Verantwortung, die Verhinderung von Schwangerschaften bei Teenagern oder Drogenmissbrauch. Als ich 2008 dem Jugendverband beitrat, waren wir nur zu viert, heute sind wir 18. Unser Pfarrer hat einige neue Programme, die direkt der Jugend zugutekommen, eingeführt. Das war sehr hilfreich.

Daniels: Ich sollte in der Belhar Gemeinde im Distrikt Kapstadt Nord die Jugendgemeinde aufbauen. 2013 fingen wir mit fünf interessierten Jugendlichen an. Heute sind wir um die 20. Wir haben ein regelmäßiges Programm, das sich mit Lebenskompetenzen, Bibelkreis, sozialen Aktivitäten und mit der Vernetzung beschäftigt. Die Leitung, die aus sechs Personen besteht, teilt sich die Verantwortung für die wöchentlichen Treffen.

Wie würden Sie die Kooperation zwischen MYUSA und EMS-Jugendnetzwerk beschreiben?

Mpeka: Im Sommer 2016 konnten wir zwei Delegierte zum EMS-Jugendtreffen nach Indien entsenden. Die beiden erzählten, dass es eine gute Erfahrung für sie gewesen ist. Jedes Land und jede Nation steht vor ihren eigenen Herausforderungen, die lokal gelöst werden müssen. Doch ein Netzwerk wie dieses und das Bewusstsein darüber, was Menschen in anderen Ländern machen, ermutigt uns auch für unsere Jugendarbeit.

Daniels: Bei der EMS-Vollversammlung im Dezember in Südafrika werden wir Birgit Grobe-Slopianka, die Leiterin des EMS-Jugendnetzwerks, treffen und uns mit ihr über verschieden Themen unterhalten. Wir interessieren uns sehr für das EMS-Jugendnetzwerk, haben aber das Gefühl, dass es anders organisiert werden sollte. So wie wir das sehen, ist es momentan ein großes Netzwerk an ehemaligen ÖFP-Freiwilligen. Wir finden, dass es eher ein Netzwerk der Jugendorganisationen der verschiedenen EMS-Kirchen sein sollte. Viele unserer jungen Leute haben noch nie von der EMS gehört. Mit einem Delegierten-Model würde mehr Information direkt in die etablierten Jugendnetzwerke, wie unseren Jugendverband, fließen.

Das Interview führte Riley Edwards-Raudonat.

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