23.10.18 | Aktuelles

Spenden erreichen Katastrophengebiet

EMS unterstützt medizinische Notfall-Teams

POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)

Auf der indonesischen Insel Sulawesi hatte Ende September die Erde mit einer Stärke von 7,4 gebebt und einen Tsunami ausgelöst. Bislang wurden mehr als 2.100 Tote aus den Trümmern geborgen. Etwa 1700 Todesopfer sind allein in der Provinzhauptstadt Palu gefunden worden. Fast 225.000 Menschen verloren bei der Katastrophe ihre Unterkunft, gut 4.600 wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Die Lage im Katastrophengebiet stabilisiert sich trotz schwieriger Bedingungen allmählich. Stromversorgung und Kommunikationsnetze sind wiederhergestellt. Die Gesundheitssituation der Betroffenen ist aufgrund von Verletzungen, fehlender Sanitäreinrichtungen und zerstörten Gesundheitseinrichtungen allerdings weiterhin Besorgnis erregend.

Gefahren erkennen – gemeinsam handeln

Die Hilfsmaßnahmen der indonesischen Kirchen konzentrieren sich momentan insbesondere auf die medizinische Nothilfe. Die lokal ansässigen Mitgliedskirchen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), gemeinsam mit der direkt betroffenen Protestantisch-Indonesischen Kirche in Donggala, haben wichtige Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (POSKO) eingerichtet. Der nationale Kirchenrat der evangelischen Kirchen in Indonesien (CCI), den die EMS bei der Sofort- und Nothilfe gezielt finanziell unterstützt, arbeitet eng mit unseren lokalen Partnern zusammen. So ist gewährleistet, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Und Hilfe ist dringend nötig, denn die Krankenhäuser im Katastrophengebiet sind entweder zerstört oder überlastet.

Medizinische Hilfe

Der CCI unterstützt die Koordinationsposten der Kirchen mit medizinischen Notfall-Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegern, Hebammen, Pharmazeuten und Sozialarbeiterinnen. Die Teams stellen medizinische Geräte und Medikamente bereit und richten, wo es möglich ist, sogenannte „Feldlazarette“ ein. Neben der medizinischen Hilfe sorgen die Mitarbeitenden der Koordinationsposten auch für sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und allgemeine Hilfsgüter.

Hilfe für Kinder und Familien

Naturkatastrophen und deren Folgen treffen vor allem die Schwächsten: die Kinder. Krankheiten wie Fieber, Husten und Durchfall, wie sie häufig nach Naturkatstrophen infolge mangelnder Hygiene auftreten, sind für kleine Kinder lebensbedrohlich. Die Mitarbeitenden der Koordinationsposten unterstützen die Familien mit dem Nötigsten – dazu gehören auch Babynahrung- und Kinderkleidung.

Neben der medizinischen Hilfe übernehmen die Helfer und Helferinnen auch die soziale und psychologische Betreuung. Manche Mädchen und Jungen sind in dem Katastrophengebiet von ihren Eltern getrennt worden. Die Mitarbeitenden der Kirchen begleiten sie in dieser schwierigen Zeit. In Not-Schulen halten sie provisorischen Unterricht und betreuen die Kinder. Beim Singen und Spielen vergessen die Kinder für einen kurzen Moment, was sie erlebt haben. Trotz schwieriger Bedingungen versuchen die Mitarbeitenden den Kindern ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen.

Spenden für Hilfsmaßnahmen dringend benötigt

Die EMS-Gemeinschaft ist fest entschlossen, die große Not auf Sulawesi zu lindern. Weitere Spenden werden dringend benötigt. Dabei können Sie sich sicher sein, dass Ihre Spende dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Unsere lokalen Partner kennen Land und Leute und damit auch die kulturellen und nationalen Besonderheiten der betroffenen Region.

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85520604100000000124
Verwendungszweck „Nothilfe Sulawesi“

  • POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)
  • POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)
  • POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)
  • POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)
  • POSKO – Koordinationsposten für Hilfsgüter und medizinische Versorgung (Foto: CCI/Gosal)