5. 09. 2014 | Aktuelles

Dringender Appell der Evangelischen Kirchen im Mittleren Osten

Kirchenleitende äußerst entsetzt und schockiert über die grausamen Akte der Gewalt gegenüber Zivilisten, speziell Christen und anderen Minderheiten

Zerstörtes Haus im Südlibanon (Foto: EMS/Gräbe)

"Unsere Hoffnung ist, dass Sie schnell handeln, ehe es zu spät ist. Bitte verbreiten Sie diesen Appell so weit und so schnell wie möglich", schreibt Pfarrer Dr. Habib Badr, leitender Pfarrer der Nationalen Evangelischen Kirche in Beirut und stellvertretender Missionsratsvorsitzender der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). Die gesamte Führung der Gemeinschaft der Evangelischen Christen im Libanon und in Syrien richtet einen dringenden Appell an alle Evangelischen und Protestantischen Kirchen und Organisationen weltweit. In diesem erklären die Kirchen den Notstand angesichts der schrecklichen Gewalt und des unermesslichen Leidens der Menschen und der Bedrohung der Christen und anderer Minderheiten in der gesamten Region.

Marianne Wagner, die Vorsitzende des EMS-Missionsrates, und Ulrike Schmidt-Hesse, stellvertretende Generalsekretärin der EMS, haben den Appell bereits an die Mitglieder der EMS weitergeleitet. "Dass die gesamte Führung der Gemeinschaft der Evangelischen Christen im Libanon und in Syrien gemeinsam hinter diesem Appell steht, zeigt die Dramatik der Lage," sagt Ulrike Schmidt-Hesse. Habib Badr betont: "Die Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag; wir sind wirklich besorgt über unsere zukünftige Präsenz als christliche Zeugen in dieser Weltregion. Wir vertrauen auf Gott und begeben uns in seine Hand."

Vom 9. bis 13. September 2014 wird in Kairo eine Konferenz der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (FMEEC) zum Thema "Evangelical and Christian Presence in the Middle East" stattfinden, an der auch Habib Badr und andere Unterzeichner teilnehmen werden.

Regina Karasch-Böttcher
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