7. 08. 2012 | Archiv 2012

Schule macht Hoffnung - Flüchtlingskinder an den Schneller-Schulen

Die Evangelische Mission in Solidarität startet Hilfsaktion für syrische Flüchtlingskinder

Mit ihm gehen ab Herbst auch syrische Flüchtlingskinder zur Schule. (Foto: EMS/Waiblinger)

Die Gewalt in Syrien findet kein Ende. Und wer kann, verlässt das Land, in dem die Zahl der Todesopfer unüberschaubar geworden ist. Hunderttausende sind auf der Flucht. Tendenz steigend. Unter den Flüchtlingen sind viele Kinder. Kinder, die ohne eine Schulbildung keine Perspektive für die Zukunft haben. Ihnen will die Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon Unterkunft, Nahrung und Schulunterricht geben. Hierfür rufen der Evangelische Verein für die Schneller-Schulen (EVS) und die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) zu Unterstützung und Spenden auf.

"Unsere Partner im Libanon berichten uns, dass die Menschen, die aus Syrien geflohen sind, nur sehr langsam ihre Situation realisieren", sagt Dr. Uwe Gräbe, Nahost-Verbindungsreferent der EMS und EVS-Geschäftsführer. Die meisten bezeichneten sich nicht als Flüchtlinge, sondern gingen zunächst davon aus, dass sie nur für kurze Zeit im Libanon sein würden und schon bald wieder in die Heimat zurückkehren könnten. "Doch wenn Menschen beginnen, auf der Straße zu leben; wenn das Geld nicht mehr für das Notwendigste reicht - ist ein Punkt erreicht, an dem Hilfe ganz dringend gebraucht wird!", so Gräbe.

Daher hat sich die Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon entschieden, nach den Sommerferien 25 Kinder aus syrischen Flüchtlingsfamilien in ihrem Internat aufzunehmen. "In der Tradition Johann Ludwig Schnellers nehmen wir alle Kinder auf, die in Not sind. Ganz egal, was der religiöse oder politische Hintergrund ihrer Familien ist", betont George Haddad, der Leiter der Schule. Die Johann-Ludwig-Schneller-Schule wird getragen von der Nationalen Evangelischen Kirche (NEC) in Beirut. Ihre Arbeit wird unterstützt und begleitet von dem Evangelischen Verein für die Schneller-Schulen (EVS). Sowohl die NEC als auch der EVS sind Mitglieder der EMS.

Medienkontakt:
Corinna Waltz, Redakteurin, Tel.: 0711 636 78 77, waltz@ems-online.org

Interviewanfragen:
Dr. Uwe Gräbe, Nahost-Verbindungsreferent und EVS-Geschäftsführer, Tel.: 0711 636 78 37, graebe@ems-online.org

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