10. 09. 2014 | Aktuelles

Syrien: die Kirchen und der Krieg

Was die permanente Gewalt und Bedrohung für die Kirchen in Syrien bedeuten

Seit mehr als drei Jahren leben die Menschen in Syrien in Angst und Schrecken. Die Hälfte der Bevölkerung befindet sich mittlerweile auf der Flucht vor den Bomben und Gräueln. In der aktuellen Ausgabe des Schneller Magazins gehen wir der Frage nach, was das mit den Kirchen in Syrien macht, welche Auswirkungen der Bürgerkrieg auf das Leben der Gemeinden hat. Wir haben erschütternde und berührende Antworten erhalten.

Das aktuelle Heft hat ein ungewöhnliches Titelbild: Es zeigt eine Hauswand in Mossul, auf die islamistische Terrormilizen Mitte Juli das arabische "nun" mit roter Farbe gesprüht haben. Es ist der Anfangsbuchstabe des Wortes "nasrani", mit dem im Koran die Christen bezeichnet werden. Auch die Häuser von Schiiten kennzeichneten sie mit dem entsprechenden Buchstaben und deklarierten sie gleichermaßen als Eigentum des Islamischen Staates. Die Kreuze von den Kirchen wurden abgeschlagen, viele Kirchen wurden zerstört. Erstmals seit fast 2000 Jahren leben in Mosul keine Christen mehr. Alle sind vor dem Terror geflohen. Viele konnten nichts mitnehmen, nicht einmal ihren Pass. Es ist eine unfassbare Tragödie. Das Titelbild verstehen wir als ein Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Menschen aus Mossul. Auch wir sind Christen und wenn ein Glied leidet, dann leidet der ganze Leib.

Mehr zu diesem Thema im aktuellen Schneller-Magazin.

Katja Dorothea Buck
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