11. 07. 2011 | Archiv 2011

„Mission in Solidarität“ bestimmt künftigen Kurs des EMS

EMS-Missionsrat 2011 stellt Weichen für die Zukunft, Foto: EMS / Sander

EMS-Missionsrat 2011 stellt Weichen für die Zukunft, Foto: EMS / Sander

Eine neue Satzung und ein neuer Name soll 2012 das fünfte Jahrzehnt des EMS einleiten. Als „Evangelische Mission in Solidarität“ (Evangelical Mission in Solidarity) will das 1972 gegründete Evangelische  Missionswerk in Südwestdeutschland künftig seinen 1991 begonnenen Kurs der Internationalisierung auf allen Ebenen konsequent fortsetzen. Dafür sprachen sich die 34 Delegierten des EMS-Missionsrats aus drei Kontinenten auf ihrer Vorstandssitzung vom 24.-28. Juni 2011 im nordhessischen Hofgeismar einmütig aus. Die neue Satzung sieht die gleichberechtigte Vollmitgliedschaft aller bisherigen 23 „Mitglieds- und Partnerkirchen“ und der fünf Missionsgesellschaften in zehn Ländern Asiens, Afrikas, des Nahen Ostens und Europas vor. Die drei EMS-Kernbereiche - gemeinsame internationale Programme, Personalaustausch und Teilen finanzieller Mittel - wird mit der gleichberechtigten Partizipation aller Mitglieder in sämtlichen strategischen und finanziellen Entscheidungsprozessen maßgeblich erweitert. Mit der geplanten Verabschiedung durch die EMS-Synode im November 2011 können die neue Satzung und der neue Name bereits ab 2012 in Kraft treten.

Intensiv beschäftigten sich die Delegierten mit der nachhaltigen Entwicklung des internationalen Gemeinschaftswerks. In einem ausführlichen Diskussionsprozess, an dem alle Kirchen und Missionsgesellschaften der EMS-Gemeinschaft beteiligt waren, wurden sämtliche Kompetenzfelder des EMS auf ihre strategische Weiterentwicklungsmöglichkeiten hin überprüft. Zur Unterstützung der Zukunftsfähigkeit des EMS soll auch eine Verschlankung der Organisationsstruktur in der Geschäftsstelle in Stuttgart und in der nationalen und internationalen Gremienarbeit beitragen.

Die Jahresrechnung 2010 wurde vom Missionsrat verabschiedet. Der Budgetentwurf für 2012 mit einem Gesamtvolumen von 6.367.799 Euro wurde angenommen und zur Verabschiedung an die EMS-Synode im November 2011 verwiesen.

In einer Andacht berichtete der japanische EMS-Delegierte Toru Akiyama, wie die kleine christliche Kirche in seinem Land versucht, die akuten Folgen der Dreifachkatastrophe zu bewältigen. Finanzielle Mittel und Spenden, die zu einem beträchtlichen Teil auch aus der EMS-Gemeinschaft stammen, werden in einem Nothilfe- und Wiederaufbauprogramm für die seelische und materielle Versorgung der Menschen in den betroffenen Regionen um Fukushima und in anderen Landesteilen eingesetzt. Die EMS-Gemeinschaft wird die Vereinigte Kirche Christi in Japan (Kyodan) in der Fürbitte, mit finanzieller Hilfe und durch Solidarität bei der kritischen Diskussion über die künftige Energieversorgung des Landes weiterhin unterstützen. Diskutiert und begrüßt haben die Delegierten auch das Ergebnis einer Evaluation des EMS-Förderkonzepts für Projekte und Programme. Außerdem haben sie sich dafür ausgesprochen, Impulse aus den beiden inter-nationalen Missionskonferenzen Edinburgh 2010 und Kapstadt 2010 sowie aus der Friedenskonvokation 2011 in Kingston/Jamaika aufzugreifen und in den jeweiligen nationalen und kulturellen Kontexten der EMS-Gemeinschaft weiter zu entwickeln.

 

Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland e.V. (EMS) ist ein Zusammenschluss von 23 Kirchen und fünf Missionsgesellschaften in zehn Ländern in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Es setzt sich ein für weltweite Mission und kirchliche Zusammenarbeit. Dem EMS-Missionsrat gehören 36 Vertreterinnen und Vertretern aus allen Kirchen und Missionsgesellschaften an. Vorsitzende ist Pfarrerin Marianne Wagner (Evangelische Kirche der Pfalz), Stellvertreter sind Pfarrer Dr. Habib Badr (Nationale Evangelische Kirche von Beirut, Libanon) sowie Oberkirchenrat Klaus Rieth (Evangelische Landeskirche in Württemberg). Die Geschäftsstelle in Stuttgart wird von Generalsekretär Pfarrer Bernhard Dinkel-aker (Evangelische Landeskirche in Württemberg) geleitet.

 

Weitere Informationen:

Bernhard Dinkelaker, Generalsekretär Tel.: +49 711 636 78 -21, Mobil: +49 178 636 78 31, dinkelaker@ems-online.org

Gerd Sander, Pressesprecher Tel.: +49 711 636 78 -85,  Mobil: +49 178 636 78 33, sander@ems-online.org

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