12. 08. 2014 | Aktuelles

Die Syrien-Hilfe von EMS und EVS

Gemeinsam mit den EMS-Mitgliedskirchen sowie den Partnern im Libanon und in Syrien helfen EMS und EVS syrischen Kriegsflüchtlingen

Die Syrienhilfe von EMS und EVS unterstützt syrische Flüchtlingskinder dabei, Abstand vom Krieg zu bekommen. (Foto: EMS/Gräbe)

Der Krieg in Syrien eskaliert weiterhin. Millionen von Menschen sind mittlerweile auf der Flucht. Viele sind in die Nachbarländer Syriens geflohen, ein anderer Teil dieser Flüchtlinge sucht derzeit Schutz innerhalb Syriens in Regionen, die als relativ sicher gelten. Dazu gehört beispielsweise das "Wadi Al-Nasara", "Tal der Christen", welches sich nördlich der Grenze zum Libanon zwischen den syrischen Städten Homs und Tartus erstreckt. In dieser Region leben Christen seit Jahrhunderten in großer Zahl. Es ist sozusagen "christliches Kernland". Andere Flüchtlingsgruppen, die hier Schutz suchen, sind Alawiten, Sunniten und Drusen. Die Zahl der Menschen, die im "Tal der Christen" Aufnahme gefunden haben, lässt sich kaum abschätzen. Die bestehenden Institutionen sind mit diesem Zustrom hoffnungslos überfordert.

Das Projekt "Damit sie in Syrien bleiben können" stellt Flüchtlingsfamilien im Wadi, in der Regel Mütter mit ihren Kindern, deren Ehemänner und Väter im Krieg zurückgeblieben sind, ein pädagogisches Angebot für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter zur Verfügung. Dazu gehört der Schulbustransport zu den Flüchtlingsunterkünften, pädagogisch hochwertige Ganztagesbetreuung, Schulspeisung sowie, bei verschärfter Sicherheitslage, auch die Möglichkeit der Unterbringung einzelner Kinder in der Einrichtung. Für die Zeit des Krieges wird den Kindern so eine Perspektive geboten. Es wurden bislang drei Klassen eingerichtet, in denen insgesamt 35 Flüchtlingskinder, je zur Hälfte Christen und Muslime, aus Familien, die innerhalb Syriens vertrieben wurden, liebevolle Aufnahme finden.

An der Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon besuchen im kommenden Schuljahr 35 syrische Flüchtlingskinder im Alter von fünf bis 16 Jahren den Unterricht. Ein Großteil wird im Internat aufgenommen, einige auch an der Tagesschule. Alle erhalten kostenlos Unterricht, Schulspeisung, Unterrichtsmaterialien und psychologische Betreuung. Die Kinder bekommen auf diese Weise Abstand vom Krieg und ein liebevolles Umfeld. An der Schneller-Schule sind sie in Sicherheit: "Am schlimmsten ist es, wenn andere mit dem Finger auf mich zeigen und rufen: 'Iih, du Flüchtling'", sagt die achtjährige Rihan. "Aber hier an der Schneller-Schule tut das niemand."

Weitere Informationen zu den Syrien-Projekten von EMS und EVS finden Sie in den Downloads.

Uwe Gräbe/Kristina Pohle
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