18. 12. 2012 | Archiv 2012

Jürgen Reichel tritt Amt als EMS-Generalsekretär an

Der ordinierte Pfarrer mit langjähriger ökumenischer Erfahrung übernimmt seine neue Aufgabe am 1. Januar 2013

Jürgen Reichel (Foto: Reichel)

Stuttgart. Pfarrer Jürgen Reichel tritt am 1. Januar 2013 sein Amt als neuer Generalsekretär der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) an. Er folgt auf Pfarrer Bernhard Dinkelaker (Evangelische Landeskirche in Württemberg), der Ende 2012 nach 20 Dienstjahren, davon 17 Jahre als Generalsekretär, in den Ruhestand geht.

Reichel ist ordinierter Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er leitete seit 2001 das Referat Entwicklungspolitischer Dialog beim Evangelischen Entwicklungsdienst in Bonn und bringt langjährige ökumenische Erfahrung mit. Von 1989 bis 1992 war er Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Venezuela in Caracas, von 1993 bis 1999 Leiter des Collegium Oecumenicum in München, einem internationalen Studienkolleg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Der 53-jährige ist Mitglied in zahlreichen internationalen entwicklungspolitischen und ökumenischen Kommissionen, unter anderem der Kammer der EKD für Nachhaltige Entwicklung und dem Internationalen Rat des Weltsozialforums. Für den Dachverband der deutschen Nichtregierungsorganisationen VENRO war er bis 2012 stellvertretender Vorsitzender und vertrat Kirchen und Nichtregierungsorganisationen bei internationalen Konferenzen.

Reichel beginnt seinen Dienst zu einem Zeitpunkt, in der die 1972 als Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland gegründete EMS den Schritt zu einer internationalen Gemeinschaft evangelischer Kirchen und Missionsgesellschaften konsequent vollzogen hat. Für Reichel "hat die EMS mit der Internationalisierung einen zukunftsweisenden Weg der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe beschritten, der für andere kirchliche oder staatlichen Einrichtungen noch unvorstellbar ist." Seiner Ansicht nach ist es der älteren Generation zu verdanken, "dass Mission in unseren Kirchen nicht aus dem Blick geraten ist. Dass nun in der EMS-Gemeinschaft vermehrt auch junge Menschen weltweite Beziehungen nach Afrika oder Asien aufbauen, etwa als Ökumenische Freiwillige oder Studierende in theologischen Austauschprogrammen, stimmt mich besonders hoffnungsvoll", so Reichel. Vor allem die Menschen in den Gemeinden sind es, auf die die EMS künftig baut und die von der EMS profitieren. "Sie in ihren internationalen Partnerschaftsbeziehungen an ihrem Ort zu unterstützen ist und bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben", sagt der neue Generalsekretär. Die Amtseinführung von Jürgen Reichel findet im Rahmen der ersten offiziellen Sitzung des Internationalen EMS-Missionsrats am 9. Juni 2013 in der gastgebenden Badischen Landeskirche statt.

(Bitte beachten: Porträtfoto von Jürgen Reichel abdruckfrei)

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