26. 11. 2012 | Archiv 2012

Neue EMS ist Hoffnungszeichen

Evangelische Mission in Solidarität ruft auf zu solidarischem Handeln

Herrenberg/Stuttgart. Als ein „Hoffnungszeichen in der Weltmission“ bezeichnete Dr. Jooseop KEUM, Exekutivsekretär der Kommission für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen, die Verwandlung des alten „Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland“ in die neue „Evangelische Mission in Solidarität“. Künftig sind auch bisherige „Partnerkirchen“ in Afrika, Asien und dem Nahen Osten zusammen mit Kirchen und Missionen in Deutschland und in der Schweiz Mitglieder der EMS-Gemeinschaft mit gleichen Rechten und gleichen Verpflichtungen.

Vor den rund 50 internationalen Delegierten der konstituierenden EMS-Vollversammlung sprach der koreanische Theologe zum Tagungsthema „Mission in Solidarität – in der Kraft des Heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte 1,8). „Wir machen uns hier in Herrenberg auf einen neuen Weg als missionarische Gemeinschaft in Solidarität, die eine verwandelnde Spiritualität in der Mission sucht und fördert“, so KEUM. Eine solche Spiritualität habe „die Kraft, dass sie „Menschen ermutigt und stärkt, damit sie aufstehen können für die ‚Fülle des Lebens‘ “.

KEUM entfaltete auf der EMS-Vollversammlung die ‚Mission des Heiligen Geistes“ als neues Paradigma der Missionstheologie, in dem Vielfalt, Transformation, Dynamik und Solidarität Kernbegriffe sind. Er betonte den Zusammenhang zwischen der Rettung der Menschen und der Rettung des Planeten.  „In unserer vielfach geplagten Welt“, so KEUM, „kann eine verwandelnde missionarische Spiritualität und eine verwandelnde Solidarität in der Mission eine der größten Hoffnungsquellen sein, um zerstörte Beziehungen und Verhältnisse zu heilen“.

EMS-Vollversammlung richtet Botschaft an Mitglieder und Freunde

Zum Abschluss ihrer konstituierenden Sitzung wandte sich die Vollversammlung mit einer Botschaft an alle Freunde und Mitglieder weltweit. Darin heißt es: „Durch die Inspiration des Heiligen Geistes, der uns bewegt, verwandelt und stärkt, sind wir berufen, Zeugen des Evangeliums und Trägerinnen froher Botschaft für Menschen überall auf der Welt zu sein. Wir wollen gute Haushalter und Haushalterinnen unserer menschlichen und materiellen Ressourcen sein, gleich ob wir Gebende, Nehmende oder Gastgebende sind.“

Die Delegierten von 28 Kirchen und Missionsgesellschaften in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Europa erklärten weiter:  „Wir leben in pluralistischen Gesellschaften und in einer sehr komplexen Welt, die von Hass, Gewalt, Feindschaft und Ungerechtigkeit zerrissen ist und in der die Schöpfung leidet und stöhnt. Deshalb stehen wir in Solidarität füreinander ein und arbeiten für Frieden und Gleichberechtigung, für Gerechtigkeit, Versöhnung und Harmonie zwischen allen Männern, Frauen und Kindern und für die Bewahrung der Schöpfung.“

Mit einem Aufruf zum konkreten Handeln in Solidarität schließt die Botschaft: “Liebe Schwestern und Brüder, lassen Sie uns unsere gemeinsame Vision bekräftigen, wahrhaft eine ‚Evangelische Mission in Solidarität‘ zu sein. Wir laden Sie ein, unser gemeinsames Zeugnis mit Ihren Gebeten, Ihrer Advocacy-Arbeit, Ihren Ressourcen und Ihrer Beteiligung an unseren Programmen und Projekten zu unterstützen. Lasst uns den Weg gemeinsam gehen. Möge Gott uns alle segnen.“

 
Informationen:
Ulrike Schmidt-Hesse, Leiterin Abteilung Mission und Partnerschaft / stellv. Generalsekretärin,   
Tel. +49 711 636 78 33
schmidt-hesse@ems-online.org


Medienkontakt:
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