30. 09. 2010 | Archiv 2010

Wachsende Gemeinsamkeiten erkennen

Mission umfasst die Einladung zum Glauben genauso wie die Bekämpfung von Armut und den Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Für ein solches Missionsverständnis haben sich Veranstalter und Redner des ersten evangelikalen Armutskongresses „Teilen ist Leben“ Anfang September 2010 in Schwäbisch Gmünd vor rund 400 Teilnehmenden ausgesprochen. Veranstaltet wurde die Tagung vom Christlichen Gästezentrum Schönblick, dem Kinderhilfswerk Compassion (Marburg), der Micha–Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz (Bad Blankenburg/Thüringen) und der Gemeindebewegung Willow Creek (Gießen). Das EMS war mit rund 30 weiteren Kooperationspartnern beteiligt.
Für EMS–Generalsekretär Pfarrer Bernhard Dinkelaker hat die Tagung wachsende Gemeinsamkeiten erkennen lassen: „Armut und Ungerechtigkeit als zentrale Themen der Bibel werden zunehmend auch in evangelikalen Kreisen wahrgenommen.“ Mehrere Tagungsredner aus der weltweiten Christenheit hatten deutlich gemacht, dass das einladende Zeugnis und der aktive Einsatz für soziale Gerechtigkeit untrennbar zusammen gehören. Der lateinamerikanische Theologe René Padilla (Buenos Aires/Argentinien), einer der prägenden Theologen der Lausanner Bewegung und Ehrenpräsident des Micha–Netzwerks, mahnte die rund 400 Teilnehmenden, Christen hätten zu oft nur über die Liebe Gottes geredet, den Notleidenden diese Liebe aber zu wenig gezeigt. Die Micha–Initiative war 2004 von der Weltweiten Evangelischen Allianz ins Leben gerufen worden, um mit mehr entschiedenem Engagement gegen Armut und für Gerechtigkeit zur Umsetzung der UN–Milleniumsziele beizutragen.

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