30. 10. 2013 | Archiv 2013

„Steigt in den Friedenszug!“

Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) unterstützt Friedenszeugnis der Kirchen bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Busan (Südkorea)

Mit einem Dankgottesdienst in Busan endete der Friedenszug am 29. Oktober 2013. Mehr als 100 Teilnehmende aus 16 Ländern hatten sich vor 23 Tagen in Berlin auf den Weg gemacht, um anlässlich der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Korea für Frieden und Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel zu beten und sich über Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten für den Frieden auszutauschen. Der „Peace Train“ war vom Nationalen Kirchenrat Südkoreas initiiert und von Kirchen und kirchlichen Werken in anderen Ländern unterstützt worden, unter ihnen auch die Evangelische Mission in Solidarität.

„Ich bin in Nordkorea geboren und meine beiden Schwestern leben dort“, sagte Kwan-San IN im Gottesdienst in Busan in Südkorea am 29. Oktober. „Es war sehr wichtig für mich, mit dem Friedenszug von Berlin bis hierher mitzufahren. Ich habe viel gelernt über die Teilung und die Wiedervereinigung Deutschlands. Unterwegs habe ich jeden Tag gebetet, dass die Grenze in unserem Land geöffnet wird.“

Vertreter des koreanischen Gastkomitees für die Vollversammlung und des Nationalen Kirchenrates von Korea sagten: „Korea hat sich schnell von einem armen Land zu einem wohlhabenden Land entwickelt, aber wir haben immer noch Hunger. Wir hungern nach Versöhnung und Wiedervereinigung, nach Gerechtigkeit und Frieden. Der Friedenszug war von unseren Gebeten erfüllt. Beten Sie als Menschen aus vielen verschiedenen Ländern weiter für uns und helfen Sie uns, Gerechtigkeit und Frieden in unserem Land zu fördern. Der kalte Krieg ist erst zu Ende, wenn die 60jährige Teilung Koreas überwunden ist.“

„Ich freue mich sehr, dass der Friedenszug mit Teilnehmenden aus verschiedenen Kirchen der EMS-Gemeinschaft in Korea und Deutschland stattgefunden hat“, sagte Pfarrerin Ulrike Schmidt-Hesse, stellvertretende Generalsekretärin der EMS nach dem Gottesdienst in Busan. „Ihre Berichte von dieser Pilgerreise für Frieden und Versöhnung sind sehr eindrücklich und inspirierend. Wir werden uns als EMS zusammen mit den Kirchen in Süd- und Nordkorea, dem ÖRK und anderen Partnern weiter für Frieden und Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel einsetzen. Wir rufen weiterhin auf zur Fürbitte und zur Unterstützung der Unterschriftenaktion für einen Friedensvertrag für die koreanische Halbinsel.“

Die EMS ist eine Gemeinschaft von 28 Kirchen und Missionsgesellschaften aus Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Europa. Zu ihren Mitgliedern gehören die Presbyterianische Kirche in Korea (PCK) und die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK), die die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen mit vorbereitet haben.

Presse EMS: Jürgen Reichel, reichel@ems-online.org; Tel. +49-178-6367831, www.ems-online.org


Vor Ort:
Ulrike Schmidt-Hesse, stellv. Generalsekretärin EMS, schmidt-hesse@ems-online.org, +49-178-6367832
Marianne Wagner, Vorstandsvorsitzende EMS (ab 4.11.2013), Tel +49-171-17114149

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