Ostasien-Studientagung der Deutschen Ostasien-Mission DOAM 2017

In den 1970er und 1980er-Jahren hatte das Volk (Minjung) in Südkorea stark unter politischer und sozialer Unterdrückung zu leiden. Theologen begannen das Evangelium mit den Augen des sich nach Freiheit und Würde sehnenden Volkes zu lesen. Ihre unter Menschenrechtskämpfen und Verfolgung ausgeprägte Theologie wurde deshalb weltweit in der Ökumene als Minjungtheologie bekannt. Von ihr gingen diakonische Impulse für Sozialreformen und eine Erneuerung des Protestantismus im Land aus.

Minjungtheologen haben sich von sozialethischen Entwürfen deutscher Theologen anregen lassen und sie ihrerseits beeinflusst. In der Ökumene war das Erbarmen als eins der zentralen Elemente des Gesetzes Gottes wieder entdeckt worden. Zur selben Zeit kam in Deutschland die Frage auf, wie die Kirche diakonischer werden könne. "Die Armen sollen mit Verlässlichkeit Erbarmen erfahren. Dieses Erbarmen drängt auf Gerechtigkeit", betonten die Kirchen in Deutschland 1997. Dieser Anspruch gilt in den Kirchen beider Gesellschaften.

Gesellschaftliche Verantwortung und diakonisches Handeln. Was lernen wir voneinander in Südkorea und Deutschland?

Datum
21.11. - 24.11.2017
Veranstaltungsort
Meißen
Veranstalter
Evangelische Mission in Solidarität, Deutsche Ostasienmission, Evangelische Akademie Meißen, Berliner Missionswerk

Termine

22.11.17 , Meißen
Ostasien-Studientagung der Deutschen Ostasien-Mission DOAM

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14.12.17 , EJW Tagungszentrum Bernhäuser Forst
Fachtagung Menschenhandel

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