Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC)

Kinder nach dem sonntäglichen Kindergottesdienst in Nord-West-Kamerun

Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC) wurde 1886 durch Basler Missionare gegründet und ist seit 1957 selbstständig. Sie hat ein ganzheitliches Verständnis des christlichen Glaubens und ein eigenes, zeugnishaftes Profil. Strukturiert in 27 Kirchenbezirke, mit etwa einer Million Mitgliedern stellt sie sich bewusst wichtigen diakonischen und gesellschaftlichen Aufgaben. Sie unterhält Gesundheitseinrichtungen, Einrichtungen zur Bildung und Ausbildung und unterstützt und fördert das lokale Kunsthandwerk. Über mission 21 arbeiten in einigen Arbeitsbereichen Beraterinnen und Berater aus Europa. Lebendige Kontakte bestehen durch Direktpartnerschaften, die zwischen deutschen Kirchenbezirken und Bezirken der Presbyterianischen Kirche in Kamerun gepflegt werden.

Kamerun ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Obwohl es die Grundversorgung der rund 20,5 Millionen Einwohner weitgehend gewährleisten könnte, wachsen Spannungen zwischen Arm und Reich. Eine einseitig orientierte Infrastrukturpolitik, hohe Staatsverschuldung, Korruption und eigennützige politische Entscheidungen der Führungselite führten immer wieder zu innenpolitischen Unruhen. Steigende Arbeitslosigkeit, besonders unter jungen Menschen, Schwachstellen in der ländlichen Gesundheitsversorgung und im Zugang zum Bildungssystem sind neben HIV und AIDS große Herausforderungen, denen sich die Kirche gegenübergestellt sieht.