Kirche von Südindien (CSI)

Am Indischen Ozean

 

Die Kirche von Südindien (CSI) ist heute mit fast vier Millionen Mitgliedern in 22 Kirchendiözesen und 15.000 Gemeinden die größte evangelische Kirche Indiens. Damit ist sie auch eine der größten protestantischen Kirchen Asiens. Die CSI unterhält Kindergärten, Schulen, Colleges sowie Krankenhäuser. Beheimatet ist die Kirche in dem großen Gebiet der fünf südlichsten indischen Bundesstaaten: Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Telungana und Andhra Pradesh.

Die Verbindung der EMS mit der Kirche in Südindien (Church of South India, CSI) hat ihre Wurzeln in der Arbeit der Basler Mission in Indien. Sowohl die CSI wie auch die  Basler Mission sind Gründungsmitglieder der EMS. Die CSI ist eine unierte Kirche, in der reformierte, lutherische, methodistische und anglikanische Traditionen zusammenfließen. Auch die Gemeinden, die aus der Arbeit der Basler Mission entstanden sind, die seit 1834 in Indien tätig war, haben sich der CSI nach und nach angeschlossen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit der CSI ist die Überwindung der Kastenschranken und die Förderung von Frauen und Mädchen. Die Kirche möchte in der indischen Völker– und Religionsvielfalt eine vermittelnde Rolle spielen. In Indien arbeitet die EMS, neben der Kirche von Südindien, auch mit deren Kinder– und Jugendorganisation (The Churches' Councils for Child and Youth Care, CCCYC) und mit theologischen Hochschulen zusammen.  

Christentum in Indien

Indien ist ein säkularer Staat, der Religionsfreiheit garantiert. Heute sind rund 80 Prozent aller Inder Hindus, 13 Prozent Muslime, 2,4 Prozent Christen (überwiegend Katholiken), 1,1 Prozent Sikhs, 0,7 Prozent Buddhisten, 0,5 Prozent Jains. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs der letzten Jahre bleiben die Gegensätze zwischen Arm und Reich in Indien bestehen. Teilweise verschärfen sie sich sogar noch.

Die Kirche in Indien ist zahlenmäßig klein, ihre Mitglieder sind überwiegend Dalit (ehemalige sogenannte „Unberührbare“). Trotz ihrer institutionellen Stärke, die auf die Missionsbewegung zurückgeht, ist sie sozio–politisch und ökonomisch eher schwach. Die 2,4 Prozent Christen und Christinnen leben im Land sehr zerstreut.