Südsudan: Bildungsarbeit

Jugendliche im Gottesdienst im ehemaligen Flüchtlingslager Kakuma in Kenia

Bildung ist im Südsudan ein kostbares Gut. Ein Großteil der Kinder besucht keine Schule – ein Zustand den die Presbyterianische Kirche im Südsudan ändern will. Mit umfassenden Bildungsprogrammen und einem Kinderheim für Straßenkinder.

Rund 73 Prozent aller Menschen im Südsudan sind Analphabeten. Das Bildungsniveau ist eines der niedrigsten auf dem afrikanischen Kontinent. Durch den seit 2013 anhaltenden Bürgerkrieg sind viele öffentliche Schulen im Land geschlossen. Kirchliche Institutionen versuchen den Schulbetrieb unter schwierigsten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Doch einem Großteil der Kinder im Grundschulalter bleibt die Chance auf Bildung verwehrt – vor allem den Mädchen.

Schulen als Zonen des Friedens

Mit ihrem Bildungs- und Schulbauprogramm setzt sich die Presbyterianische Kirche im Südsudan (PCOSS) für die Jüngsten des Landes ein: Sie errichtet Schulen und bietet den Kindern so einen sicheren Zufluchtsort vor den Gefahren des Krieges. Zuletzt wurden mehr als 20 Klassenzimmer renoviert und sanitäre Anlagen vor allem für Mädchen errichtet. Dies ist besonders wichtig, weil das Fehlen separater Sanitäranlagen häufig ein Grund ist, warum Eltern ihre Töchter nicht zur Schule gehen lassen. 

Für die Lehrer und Lehrerinnen der Schulen organisiert die Kirche Fort- und Weiterbildungen in Bereichen wie Lehr- und Lernmethoden, Schulverwaltung oder Kinderpsychologie. Im Unterricht finden die erweiterten Kenntnisse Anwendung und kommen so direkt den Kindern zugute. Das Bildungsniveau steigt und gleichzeitig auch der Spaß der Kinder am Lernen. Die Lehrerinnen und Lehrer stehen ihren Schützlingen auch seelsorgerlich zur Seite und helfen traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.

Straßenkinder vor dem Krieg schützen

Insbesondere Kinder, die auf sich alleine gestellt sind und auf der Straße leben, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, vom Militär rekrutiert zu werden. Laut den Vereinten Nationen wurden in den letzten vier Jahren 18.000 Kindersoldaten im Südsudan ausgebildet. Durch ihre Kriegserfahrungen sind diese Kinder häufig zutiefst traumatisiert. Das Muhabba Centre bietet ehemalige Kindersoldaten ein neues Zuhause. Sie finden dort Zuflucht und erhalten Nahrung sowie Bildung und psychosoziale Betreuung. Darüber hinaus engagiert sich die Kirche für gewaltfreie Konfliktlösungen und ein friedliches Zusammenleben. Der PCOSS ist es dabei wichtig, dass alle ethnischen Gruppen des Südsudan von ihrem Programm gleichermaßen profitieren.

Helfen Sie mit und unterstützen Sie die Bildungsarbeit im Südsudan – denn jedes Kind hat ein Recht auf Bildung.

Spendenkonto:
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