Nigeria: Ernährungs- und Existenzsicherung

Die Versorgungslage im Nordosten Nigerias ist prekär. Zusätzlich zur schlechten Wirtschaftslage und Umweltproblemen verschärft der Terror der dschihadistischen Miliz Boko Haram die Lage der Bevölkerung.

Nigeria ist reich an natürlichen Ressourcen. Diese werden jedoch häufig nicht nachhaltig genutzt und sind ungleich verteilt. Besonders benachteiligt ist die ländliche Bevölkerung im Nordosten des Landes, deren Entwicklung jahrzehntelang durch den Staat vernachlässigt wurde. Der Klimawandel und der jahrelange Raubbau an der Natur treffen die Menschen dort besonders hart. Lange Trockenzeiten, Bodenerosion und eine abnehmende Fruchtbarkeit der Böden stellen die Betroffenen vor gewaltige Probleme.

Flucht und Vertreibung

Hinzu kommt die anhaltende Gewalt der dschihadistischen Miliz Boko Haram. Der andauernde Konflikt hat zu einer der größten humanitären Krisen der Welt geführt. Rund zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Hundertausende Familien haben ihre Felder brach zurückgelassen, was die Versorgungslage in der Region massiv verschärft.

Dort, wo es die Situation erlaubt, versucht die Basler Mission - Deutscher Zweig gemeinsam mit Mission 21 sowie der lokalen Partnerkirche, die Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN), diesen Entwicklungen entgegenzutreten.

Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft

Die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen spielt bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung im Nordosten Nigerias eine zentrale Rolle. Ökologische Landwirtschaft ist die Alternative zu industriellen Anbaumethoden, sie stärkt die kleinbäuerliche Landwirtschaft und sichert die Arbeit auf dem Land. In Schulungen erlernen die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen die grundlegenden Prinzipien des ökologischen Landbaus, wie der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit oder der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch.

Errichtung von Baumschulen

Weniger Holzabbau und mehr Aufforstung verringern die Bodenerosion in den betroffenen Gebieten, was sich wiederum positiv auf die Fruchtbarkeit des Bodens und damit auch auf den landwirtschaftlichen Anbau auswirkt. Baumschulen dienen zu Schulungszwecken und als Ressource, um Pflanzmaßnahmen umzusetzen, die der Verschlechterung der Umweltbedingungen entgegenwirken.

Existenzsichernde Einkommen

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Ausbildung von Frauen und Jugendlichen, die als Binnenflüchtlinge dazu gezwungen sind, sich an ihren Zufluchtsorten eine neue Existenz aufzubauen. Sie erhalten Zugang zu erwerbsfördernden Weiterbildungen, zum Beispiel Kurse in Schneiderei, Zimmerei, Metall- und Polsterarbeiten, Computertrainings sowie Vermittlung kaufmännischer Grundlagen. Im Anschluss können die Teilnehmenden Anschubhilfen in Form von Startkapital oder Arbeitsmaterial bekommen. Eine gegenseitige Unterstützung wird durch die Gründung berufsbezogener Selbsthilfegruppen gestärkt. Hier tauschen die Teilnehmenden Informationen und Erfahrungen aus und lernen von- und miteinander.

Unterstützen Sie die ländliche Bevölkerung Nigerias dabei, der Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen - mit nachhaltiger Landwirtschaft und erwerbsfördernden Weiterbildungen.

Spendenkonto:
Basler Mission – Deutscher Zweig
Evangelische Bank eG
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BIC: GENODEF1EK1