Ghana: Augenoperationen für Arme

Viele Menschen in den ländlichen Regionen erkranken an Grauem Star und erblinden, da sie kein Geld für eine Operation haben oder schlicht nichts von den Behandlungsmöglichkeiten wissen. Die Presbyterianische Kirche von Ghana sucht die Betroffenen auf und stellt ihr Sehvermögen wieder her.

Die Upper East Region Ghanas gehört zu den vier ärmsten Regionen des Landes. Etwa 88 Prozent der Menschen gelten als arm und haben dadurch weniger Zugang zu Nahrung, Bildung und ärztlicher Versorgung.
In den ländlichen Regionen sind Mediziner selten, ein Großteil der Bevölkerung hat noch nie einen Arzt gesehen. Die meisten wenden sich an traditionelle Heiler vor Ort. Zudem ist die Zahl an Analphabeten hoch, weshalb es schwierig ist, die Menschen über geeignete Behandlungsmethoden aufzuklären.

Kein Geld für eine Augenoperation

All das macht die ärztliche Versorgung in der Upper East Region nicht leicht. Auch das regionale Augenzentrum der Presbyterianischen Kirche von Ghana (PCG) kämpft seit über zwanzig Jahren mit diesen schwierigen Bedingungen. Das Zentrum versucht Menschen in schwer erreichbaren Gegenden zu versorgen und den Menschen medizinische Hilfe zu gewährleisten, die sich sonst keinen Arzt leisten können.

Mit ihrem neuen Projekt möchte die Kirche vor allem armen Bauern kostenlose Augenoperationen ermöglichen und ihr Leiden lindern. Etwa 90 Prozent der Menschen, die in der Upper East Region erblinden, leiden am Grauen Star. Dabei kann eine unkomplizierte, ambulante Operation die Krankheit in den meisten Fällen stoppen. Doch viele Menschen wissen nichts von dieser Behandlung oder haben kein Geld sie zu bezahlen. Die Folgen für die Betroffenen sind groß. Durch ihre Erblindung sind sie von anderen Menschen abhängig, sie können kein eigenständiges Leben mehr führen geschweige denn arbeiten. Dadurch steigt ihr Armutsrisiko weiter und die Belastung für sie und ihre Angehörigen ist groß.

500 Betroffenen wird geholfen

Das Augenzentrum der PCG will in den kommenden zwei Jahren 500 Patientinnen und Patienten, die an Grauem Star erkrankt sind, behandeln. Für die Auswahl der Betroffenen sind Freiwillige vor Ort zuständig. Sie wählen die Menschen aus, die die Operation am dringendsten benötigen. Gleichzeitig sollen die ghanaischen Gemeinden durch umfassende Informationen und Dialog mobilisiert werden, die bereits vorhandene medizinische Versorgung wahrzunehmen.

Im nächsten Schritt stehen für die Patientinnen und Patienten Vorsorgeuntersuchungen an, bei denen sie auf ihre anstehende Augenoperation vorbereitet werden. Auch der Transport in die Klinik wird den Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der Operation fällt oftmals eine große Last von den Erkrankten ab. Sie können wieder eigenständig durchs Leben gehen und einer Arbeit nachkommen, um Geld zu verdienen. Gleichzeitig dienen sie in ihren Gemeinden als Multiplikatoren, die kulturelle Vorurteile gegenüber der modernen Medizin abbauen.

Ihre Spende hilft! Schenken sie armen Menschen in Ghana ihr Augenlicht zurück!

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