Ghana: Gesundheitsarbeit

Viele Ghanaer können sich keinen Arzt leisten. Über den "Poor and Sick Fund" der Presbyterianischen Kirche werden sie kostenlos behandelt.

Obwohl es in Ghana seit 2005 eine staatliche Krankenversicherung gibt, sind noch längst nicht alle Bürger versichert. Zudem übernimmt die Krankenkasse nicht alle Kosten. Sowohl für Medikamente als auch für die meisten Behandlungen müssen die Patientinnen und Patienten Zuzahlungen erbringen. Weitere Kosten wie etwa Krankentransporte deckt die Kasse ohnehin nicht. Unterstützung erhalten arme, kranke Menschen zum Glück vom "Poor and Sick Fund" der Presbyterianischen Kirche von Ghana (PCG). Der kirchliche Fonds übernimmt die offenen Kosten, die die Patienten nicht selber zahlen können. Ihren christlichen Auftrag versteht die Kirche dabei ganz praktisch: Die frohe Botschaft zu verkünden heißt auch, Menschen in ihren täglichen Nöten zu helfen - mit medizinischer Versorgung, Aufklärung und Vorsorge.

Mehr Gesundheit in ländlichen Gegenden

Der Jahresbeitrag der Krankenversicherung liegt zwar nur bei zwölf Euro, doch viele Menschen in den ländlichen Gebieten haben noch keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Die Gesundheitsdienste der PCG umfassen fünf Kreiskrankenhäuser, 27 Gesundheitsstationen, neun Basisgesundheitsdienste und zwei Krankenpflegeschulen. In ländlichen Gebieten sind die Gesundheitsdienste der PCG oft die einzige Möglichkeit, medizinisch behandelt zu werden und Heilung zu erfahren. Die kleinen Gesundheitsstationen sind dort von besonderer Bedeutung.

Vorbild-Krankenhäuser in Bawku und Agogo

Eines der Krankenhäuser - das "Bawku Hospital" - liegt im Dreiländereck von Ghana, Togo und Burkina Faso. Aus der ganzen Region werden dort Notfälle behandelt, pro Tag zusammen mit den umliegenden Kliniken etwa 500 ambulante Patienten. Auch für mittellose und kranke Menschen aus den Nachbarländern, die sich in Ghana nicht versichern können, kommt der "Poor and Sick Fund" auf. Krankenhauspfarrer Roger Wegurih, sagt dazu: "Ohne den 'Poor and Sick Fund' müssten hier viele Menschen selbst auf lebensnotwendige Behandlungen verzichten."
Das "Agogo Spital" ist das Vorbildprojekt der presbyterianischen Gesundheitsdienste. Mit 250 Betten behandeln die dortigen Ärzte im Jahr circa 13.000 Patienten stationär und 115.000 Patienten ambulant. Fünf Abteilungen bieten kranken Menschen Hilfe, damit sie wieder gesund werden.
Agogo ist zudem an einem internationalen Projekt zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen Malaria beteiligt. Kinderärztin Dr. Theresa Rettig, die dort als Kinderärztin arbeitet, sagt dazu: "Diese Einrichtung steht ganz auf der Seite der Benachteiligten."

Schenken Sie armen Menschen medizinische Versorgung und spenden Sie für die Gesundheitsdienste in Ghana!


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