Südsudan: Hebammenschule – Leben für Mütter und Kinder

Die Kinder- und Müttersterblichkeit im Südsudan ist extrem hoch. Eine Ausbildung von jungen Frauen zu Hebammen rettet Leben. Und bietet damit zugleich echte berufliche Perspektiven.

Mutter zu werden ist in ärmeren Ländern immer mit großen Risiken verbunden. Doch nirgendwo auf der Welt sterben mehr Frauen während einer Schwangerschaft oder Geburt als im Südsudan. Auch die Säuglingssterblichkeit ist erschreckend hoch: 62 von 1.000 Kindern werden nicht älter als ein Jahr (Deutschland: 3,3 von 1.000 Kindern).

Der Südsudan gehört zu den am wenigsten entwickelten Staaten Afrikas. Häufig haben Schwangere dort keinen Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung. Frauen heiraten in der Regel sehr jung und bekommen früh Kinder. Da es kaum ausgebildete Hebammen gibt, entbinden viele zu Hause mit Hilfe traditioneller Geburtshelferinnen. Diese sind jedoch oft nicht in der Lage, mit auftretenden Komplikationen richtig umzugehen. Der Bedarf an professioneller Geburtsbegleitung für Mutter und Kind ist groß.

Praxisnahe Ausbildung mit Zukunft

Mit ihrer Hebammenschule in Lokichoggio trägt die Presbyterianische Kirche des Südsudan (PCOSS) dazu bei, den hohen Bedarf an professioneller Geburtsbegleitung nachzukommen. Pro Jahrgang nehmen etwa 20 junge Frauen an der dreijährigen Ausbildung teil. Die angehenden Hebammen werden sowohl in Geburtshilfe, Anatomie und Physiologie als auch in Englisch, Mathematik und Erster Hilfe unterrichtet. Während regelmäßig stattfindender Praktika können sie ihr Wissen in der Praxis anwenden und sich mit ihren künftigen Kolleginnen austauschen. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Zusammenarbeit mit örtlichen Krankenhäusern und traditionellen Geburtshelferinnen. Zu den Aufgaben der ausgebildeten Hebammen gehören auch Prävention und Aufklärung. Sie nehmen Impfungen vor und informieren über allgemeine gesundheitliche Fragen. So profitieren langfristig nicht nur Mütter und Kinder, sondern die gesamte Bevölkerung von ihrer Arbeit.

Mit Ihre Spende unterstützen Sie einer jungen Frau im Südsudan bei ihrer Ausbildung zur Hebamme. Zugleich helfen Sie mit, die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit in einem der ärmsten Länder Afrikas zu senken.

Spendenkonto:
Basler Mission - Deutscher Zweig
Evangelische Bank eG
IBAN: DE91520604100000001180
BIC: GENODEF1EK1