Indien: Migranten aktiv integrieren

Mit ihrem neuen Projekt steht die Kirche von Südindien Migrantinnen und Migranten bei, die sich auf ihrer Suche nach einer besseren Zukunft in einem Alptraum aus Perspektivlosigkeit, Ausbeutung und Gewalt wieder finden. Als Freunde unterstützen die Mitarbeitenden der MITHRA-Initiative die Menschen bei Herausforderungen des Alltags.

Migrantinnen und Migranten vor allem aus dem Norden Indiens, aus Sri Lanka oder Myanmar zieht es nach Südindien. Sie hoffen dort auf eine bessere Lebensperspektive und gute Arbeitsmöglichkeiten. Gleichzeitig streben junge Inderinnen und Inder in die Großstädte des Landes. Doch ihre Hoffnung auf ein Leben in Würde und eine Zukunftsperspektive wird schnell von den realen Lebensbedingungen eingeholt. Die Migranten stehen in Indien vor großen Herausforderungen: ein fester Job, ein anerkanntes Leben, gerechter Lohn - all das bleibt für die meisten von ihnen ein Traum.

Vor diesem Hintergrund ist MITHRA entstanden, eine Initiative der Kirche von Südindien (CSI), die die Anwesenheit von Migranten in der Gesellschaft anerkennen und deren Lebensverhältnisse verbessern möchte. MITHRA bedeutet in vielen indischen Sprachen 'Freund' - und genau darum dreht es sich in diesem Projekt.

Drogen als Flucht vor der Realität

Viele Migranten arbeiten 12 Stunden am Tag, ohne dafür angemessen bezahlt zu werden. Sie leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in Hütten. Etwa 50 bis 60 Menschen leben in einem Wohnblock mit höchstens ein oder zwei Toiletten. Ein schlechter Hygienestandard, Misshandlungen oder Drogen sind traurige Realität. Durch die schwere Arbeit und die Perspektivlosigkeit sind die Frauen und Männer besonders anfällig für Drogen, denn die geben ihnen die Möglichkeit, der realen Welt zu entfliehen.
Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit kommt es vor, dass sie von Einheimischen attackiert und ausgeraubt werden. Wehren sie sich, werden sie verprügelt. Eine Anzeige bei der Polizei erstatten die wenigsten, zu groß ist die sprachliche Barriere.

Das MITHRA-Projekt hilft den Menschen, da wo es am nötigsten ist. An einem Standort bietet die Initiative zweimal die Woche kostenloses Essen an. Zudem kümmert sich ein Arzt um die medizinischen Bedürfnisse der Migrantinnen und Migranten. In den urbanen Zentren in Chennai bietet das Team seelsorgerische Unterstützung und ist Ansprechpartner bei Fragen und Bitten. Darüber hinaus versuchen die Mitarbeitenden junge Gemeindemitglieder in den urbanen CSI-Kirchen für die Herausforderungen und Probleme der Migranten zu sensibilisieren. Die Jugendleiterinnen und -leiter erfahren so, wie sie Migranten helfen und diese in die Kirche und die Gemeinschaft integrieren können.

Ihre Spende verhilft Migranten in Südindien zu einem menschenwürdigen Leben!

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität
Evangelische Bank eG
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BIC: GENODEF1EK1