Indien: Stärkung von Frauen

In Indien werden die Dalits und die Adivasis noch heute diskriminiert. Erst recht wenn sie Frauen sind und den christlichen Glauben angenommen haben. Diesen Menschen hat sich die Kirche in Südindien angenommen.

Die Dalits und Adivasis sind zwei indische Gesellschaftsgruppen, die außerhalb des Kastensystems beziehungsweise auf dessen unterster Stufe stehen. Obwohl laut der indischen Verfassung von 1950 keine Inderin und kein Inder wegen seiner Kaste diskriminiert werden darf, sieht die Realität meist anders aus. Besonders in den ländlichen Gebieten werden Dalits und Adivasis diskriminiert, teilweise sogar verfolgt. Vor allem Frauen und Mädchen haben ein schweres Leben. In den Augen ihrer Eltern sind sie eine Last und sollen möglichst bald verheiratet werden; zudem sind sie im Bereich Bildung, Ernährung und Gesundheit gegenüber Gleichaltrigen benachteiligt. Respekt erhalten die jungen Frauen erst, wenn sie nach der Hochzeit einen Sohn zur Welt bringen. Um die Frauen und Mädchen zu stärken, hat die Kirche von Südindien (CSI) ein Programm zum Aufbau einer eigenen Existenz und ihrer Unabhängigkeit ins Leben gerufen.

Inderinnen setzen ihre Rechte durch

In kleinen Gruppen finden sich die Frauen zusammen und werden in ihrer Persönlichkeit und kulturellen Identität gestärkt. Die Gemeinschaft schenkt ihnen Kraft und Selbstvertrauen und sie erfahren, wie sie staatliche Förderungen beantragen und erhalten können. Zusammen sammeln die Frauen in den Gruppen Geld und bemühen sich gemeinsam um Kredite. So sind sie unabhängig und entkommen ausbeutenden Mittelsmännern. Die Diözesenleitung begleitet sie auf diesem Weg und ermutigt sie, sich für ihre Rechte einzusetzen. Mit einer Kampagne propagierte die Kirche von 2001 bis 2010 die Rechte von Mädchen.
Damit die Frauen auch finanziell auf eigenen Füßen stehen können, verhilft ihnen die CSI zu einer Ausbildung als Gesundheitsarbeiterin, Krankenschwester, am Computer oder in sozialen Berufen.

Schenken Sie Frauen in Indien eine Existenzgrundlage und stärken sie ihre Rechte, indem Sie unser Projekt unterstützen!

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität
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