Indonesien: Tierzucht als Weg aus der Armut

Eine schlechte Wirtschaftslage, große Armut und kaum Perspektiven. Bauern leben in Indonesien oft am Rande des Existenzminimums. Zwei indonesische Kirchen wollen die Armut der Familien mit Tierzuchtprojekten bekämpfen und ihren ärmsten Mitgliedern eine bessere Zukunft ermöglichen.

Viele Mitglieder der Kirchen auf Sulawesi leben in kleinen Dörfern, die weit über die Insel verstreut sind. Trotz der reichen Ressourcen im Land fehlen den indonesischen Familien oft das Wissen und die Fähigkeiten, durch ihre landwirtschaftliche Arbeit, Gewinne zu erwirtschaften - zum Beispiel durch zeitgemäße Bebauungsmethoden oder Landentwicklung. Durch das geringe Einkommen der Eltern, können viele Kinder keine Schule besuchen, denn das Geld reicht für die Familien kaum zum Überleben. Die Situation verschlimmert sich durch die allgemeine Wirtschaftslage in Indonesien. Preise für lebensnotwendige Güter steigen immer wieder sprunghaft an.

Aus diesem Grund haben zwei Kirchen auf Sulawesi zwei Tierzuchtprojekte zur wirtschaftlichen Stärkung ihrer ärmsten Mitglieder gestartet:

Frauen stärken in Donggala

Die Donggalakirche (GPID) stärkt vor allem Hausfrauen, die durch die Aufzucht von Schweinen und Ziegen die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und ihr eigenes Geld zu verdienen. So verbessern sie die Lebenssituation ihrer Familie und können ihre Kinder in die Schule schicken, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

In der ersten Projektphase lernen sie wie sich Schweine und Ziegen ohne großen Aufwand halten lassen oder welches Futter und welche Medikamente die Tiere benötigen. Auch unternehmerisches Wissen ist Teil der Schulung. Einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leistet das Programm darüber hinaus auch: Durch die Schweinaufzucht entsteht organischer Dünger, den die Bauern auf dem Feld nutzen. Die erlernten Kenntnisse setzen die Familien schließlich in die Praxis um. Sie bauen Ställe und erhalten ein weibliches und ein männliches Tier zur Aufzucht.

Rinderzucht in Mamasa

In den indonesischen Städten gehören immer mehr Menschen der Mittelschicht an. Einhergehend steigt der Fleischkonsum und der Markt für Rinder wächst. Die Mamasakirche (GTM) hat daher ein Rinderzuchtprojekt ins Leben gerufen. Die Familien bekommen zum Start jeweils vier Rinder zur Mast. Sie füttern die Tiere mit selbst angebautem Gras und kümmern sich um die Ställe.

In beiden Projekten begleiten die Entwicklungsabteilungen die Bauern mit fachlicher Kompetenz und helfen ihnen beim An- und Verkauf der Tiere. Der Verkaufserlös wird geteilt: Die Familien kaufen mit ihrem Anteil neue Rinder. Mit dem anderen Anteil nehmen die Kirchen weitere Familien in das Programm auf.

Schenken Sie indonesischen Familien einen Ausweg aus der Armut - mit Ihrer Spende für landwirtschaftliche Entwicklung!

Spendenkonto:

Evangelische Mission in Solidarität
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