Indonesien: Nachhaltige Gemeindeentwicklung

Sulawesi ist eine der ärmeren Inseln Indonesiens. Religiöse Konflikte, Mangelernährung oder die Gefahr von AIDS sind nur einige der lokalen Probleme. Die Kirchen kämpfen stark darum, die Lebensbedingungen in den Gemeinden nachhaltig zu verbessern.

Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner Sulawesis leben als Bauern in Dörfern, die über die ganze Insel verstreut sind. Je nach Region gibt es unterschiedliche Herausforderungen, denen die Kirchen vor Ort nachhaltig begegnen möchten. Die Luwukirche (GPIL) und die Toraja-Mamasa-Kirche (GTM) bauen Entwicklungszentren auf, die Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit für die Indonesierinnen und Indonesier schaffen sollen.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet ganzheitliche Entwicklung: Das umfassende Programm macht sich stark für höhere Einkommen, eine verbesserte Gesundheitsvorsorge, den Umweltschutz, ökologische Landwirtschaft, den Klimawandel sowie die Konfliktbewältigung zwischen Muslimen und Christen. Nur so können Frieden und verbesserte Lebensbedingungen für die Menschen auf Sulawesi dauerhaft gesichert werden.

Individuelle Programme vor Ort

Nachhaltigkeit heißt aber auch, dass Projekte nicht nur von außen gesteuert, sondern zusammen mit den Menschen vor Ort umgesetzt und später ganz in ihre Hände übergeben werden. Jedes Entwicklungsprogramm ist deshalb individuell gestaltet. Die Kirche und die Zielgruppen vor Ort machen sich zunächst ein Bild über die Probleme und dringenden Bedürfnissen der Familien und Dorfgemeinschaften. Manchmal überwiegen religiöse Konflikte, anderswo gibt es häusliche Gewalt, gesundheitliche Gefahren oder zu viel Plastikmüll.
Als nächster Schritt werden Motivatoren ausgebildet, die vor Ort Entwicklungszentren aufbauen. Von dort aus starten sie alle Aktivitäten in enger Kooperation mit den lokalen Behörden: landwirtschaftliche Trainings, Gesundheitsaufklärung, Konfliktbewältigung, Familienberatung und Umweltschutz stehen auf der Tagesordnung. Der Motivator zieht sich im Laufe des Projekts nach und nach zurück und übergibt die Verantwortung schließlich ganz an die Gemeinde.

Vorbildprojekt Kondoran

Die Torajakirche (GT), eine der größten und engagiertesten Kirchen auf Sulawesi, startete bereits in den 80er Jahren ein landwirtschaftliches Entwicklungsprogramm. 2001 nahm die Kirche auch Friedens- und Versöhnungsarbeit in ihr Programm auf nachdem 1998 Konflikte zwischen Christen und Muslimen ausgebrochen waren. Inzwischen bündeln sich die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Aktivitäten im Programmzentrum Kondoran. Es inspiriert als Vorbildprojekt auch andere indonesische Gemeinden.

Verbessern Sie die Lebensbedingungen der Indonesierinnen und Indonesier - Ihre Spende schenkt Frieden und löst die Probleme der Gemeinden durch nachhaltige Entwicklung.


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