Indonesien: Zentrum für Ferkelzucht

In den ländlichen Gegenden Indonesiens ist die Armut groß: Trotz der schweren Arbeit auf dem Feld, bleibt den Familien kaum etwas zum Überleben, geschweige denn für den Arzt- oder Schulbesuch. Die Ferkelzucht bietet den Bauern eine Chance für ihre Zukunft.

Die meisten Mitglieder der Protestantischen Kirche in Südost-Sulawesi (GEPSULTRA) leben in ländlichen Gegenden. Die indonesischen Familien besitzen oft nur kleine Grundstücke zur landwirtschaftlichen Bebauung. Der Ertrag ihrer Arbeit reicht kaum aus und so suchen die Bauern nach zusätzlichen Einkommensquellen, um ihre Kinder in die Schule zu schicken oder genug Geld für Medizin zu haben. Das Ferkelzucht-Projekt der Gepsultra kommt da gerade recht.

Neu gebaut: Zentrum für Ferkelzucht

Schweinefleisch ist in der Region derzeit sehr gefragt, gleichzeitig will die indonesische Regierung den Import von Fleisch streng regulieren. Diese Chance ergriff die Kirche in Südost-Sulawesi und entwickelte ein passendes Entwicklungsprogramm mit Ferkelzucht und -mast für die Bauersfamilien. Während der dreijährigen Laufzeit sollen 150 Familien auf eigene Beine gestellt werden.
Und so begann das Projekt: Zunächst wurde ein Stall für zehn Säue und zwei Eber gebaut - ein Zentrum für die Ferkelzucht. Die dort herangezogenen Ferkel werden an die teilnehmenden Bauern in den Gemeinden verteilt - vorausgesetzt diese sind bereits erfahren in der Schweinehaltung. Jede Familie erhält fünf Ferkel und kümmert sich selbstständig um die Aufzucht und Ernährung der Tiere. Im Rahmen des Projekts erfahren die Landwirte mehr über die Haltung der hochwertigen Schweinerassen. Ein Gesundheitsteam stellt notwendige Medizin, Vitamine und konzentriertes Futter bereit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Nach Ende des Programms soll sich das Zentrum für Ferkelzucht ohne finanzielle Unterstützung von außen tragen. Auch andere Bauern, die nicht am Programm teilnehmen, können dort ihre Ferkel kaufen. Der Erfolg des Projekts wird durch regelmäßige Treffen, Koordination und Monitoring gesichert. Regelmäßige Reports und eine Auswertung helfen, das Projekt zu optimieren.
Die Aufzucht-Station wurde bewusst in einem christlichen Dorf aufgebaut. Denn die Mehrheit der indonesischen Bevölkerung in Südost-Sulawesi sind Muslime und essen kein Schweinefleisch. Ein erfolgreicher Plan: Bisher gab es noch keine Beschwerden der Muslime zur Schweinehaltung.

Schenken Sie indonesischen Bauersfamilien mit der Ferkelzucht eine Lebensgrundlage und ihren Kindern die Chance auf Bildung!

Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität
Evangelische Bank eG
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BIC: GENODEF1EK1