Korea: Friedensarbeit

Annäherung und dann wieder Eiszeiten: So gestaltet sich die Beziehung von Nord- und Südkorea seit der Teilung der Halbinsel vor über 60 Jahren. Die Kirche vor Ort setzt sich für den Frieden und die Wiedervereinigung ein.

Eine baldige Wiedervereinigung scheint nicht in Sicht. Doch immerhin gibt es direkte Gespräche zwischen Nord- und Südkorea. Die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK) engagiert sich für eine friedliche Koexistenz der beiden Staaten und macht mit ihrer Friedensarbeit Werbung für eine Wiedervereinigung.
Im Kern konzentrieren sich alle Bemühungen auf die Frage, wie Koreaner und ihre Nachbarn friedlich miteinander leben können. Im Friedenszentrum der Kirche wird eine theologische Vision von Frieden geprägt und die Friedensbewegung in den Alltag integriert. Seit 2013 organisiert die PROK Montagsgebete - nach deutschem Vorbild. Als EMS-Mitgliedskirche möchte die PROK gerne von den Erfahrungen der friedlichen Wiedervereinigung in Deutschland lernen.

Für ein harmonisches Miteinander: lokal und international

Weiterhin unternimmt die PROK Exkursionen zu Friedensprojekten im Grenzgebiet zu Nordkorea und veranstaltet Jugendcamps. Wichtige Werte wie ein friedliches Miteinander, Konfliktbearbeitung und Versöhnung werden erlebt und eingeübt. Das Friedenszentrum unterstützt dabei die Friedensarbeit in den Gemeinden und will ein Solidaritätsnetzwerk auf lokalen und internationalen Ebenen bilden: für Frieden, Gerechtigkeit und Wiedervereinigung.
Die EMS-Gemeinschaft unterstützt die Bemühungen der Kirche für einen dauerhaften Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea, der das Waffenstillstandsabkommen ersetzen soll. Pfarrer Lee Hoon-Sam dankte in seiner Rede vor dem EMS-Missionsrat: "Wir sind dankbar für die Fürbitte und die Unterstützung, die wir in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte aus der EMS erfahren haben. Ohne diese internationale Solidarität wäre Korea auch heute noch kein demokratisches Land. Wir brauchen aber auch auf unserem weiteren Weg zu Frieden und Wiedervereinigung die Gebete und die Solidarität der EMS und der ökumenischen Bewegung insgesamt".

Die koreanischen Kirchen machen sich bereits seit langem für Demokratie und Menschenrechte stark. Heute nutzt die Kirche ihre demokratischen Rechte, um auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, die Friedensarbeit in Korea auszubauen - damit alle Koreanerinnen und Koreaner ein sicheres und friedvolles Leben führen können!


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Evangelische Mission in Solidarität
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