Korea: Schwesternschaft Diakonia

Armut im Alter ist auch in Korea ein großes Thema. Eine Rentenversicherung gibt es dort erst seit Kurzem. Deshalb stecken gerade ältere Menschen finanziell oft in Schwierigkeiten. Die Diakonia-Schwesternschaft fängt sie auf.

50 Senioren wohnen derzeit im Pflegeheim der evangelischen Diakonia-Schwesternschaft. "Als wären es die eigenen Großeltern" - das ist die Maxime der Mitarbeitenden, die sich um schon pflegebedürftige, aber auch schwer demenzkranke Menschen kümmern. Sie begleiten die Patienten neben der Betreuung auch seelsorgerlich - bis zu ihrem Lebensende.

Hausbesuche bei armen, alten Menschen

Auch allein lebende, alte Menschen in Korea haben große Not. Oft fehlt ihnen das soziale Netzwerk und sie brauchen gesundheitliche und finanzielle Hilfe. Im Zuge der Industrialisierung wurden die bisherigen Familienstrukturen zerstört und vielen alten Menschen fehlt es an familiärer Unterstützung. Die Schwestern kümmern sich deshalb auch zu Hause um diese Menschen – zusammen mit einem Netzwerk an Freiwilligen. Sie sind vor allem in den Armenvierteln der Hafenstadt Mokpos unterwegs und bringen den Senioren Reis oder kommen für teure Medikamente und Arztbehandlungen auf. Darüber hinaus bauten sie mit der Stadt mehrere Wohlfahrtszentren auf.
Bei ihren Hausbesuchen treffen die Schwestern auch oft auf Großeltern, die eine finanzielle Verantwortung für ihre Enkel tragen. Ihre Eltern sind gestorben, ausgewandert oder arbeitslos und ihre Kinder bleiben bei Oma und Opa zurück. Doch denen fehlt es meist selbst an Geld, um ihren Enkeln finanziell beizustehen. Die Schwestern übernehmen deshalb mit einem Stipendienprogramm die Ausbildungskosten der Enkel und beraten die jungen Menschen bei Schulproblemen. Mit ihrer herzlichen Art und einem offenen Ohr sind sie gute Ansprechpartnerinnen für die Schülerinnen und Schüler und ihre Großeltern.

"Wo werden wir am dringendsten gebraucht"

Die Diakonia-Schwestern kümmern sich bereits seit über 30 Jahren um Arme und Kranke und verbinden so die Nachfolge Jesu mit praktischer Hilfe für Menschen in Not. Zunächst halfen sie Tuberkulose-Kranken mit einem Gesundheitsprogramm. Die Frage "Wo werden wir am dringendsten gebraucht" führte die Schwestern schließlich zu ihrem heutigen Engagement für alte Menschen.
Helfen Sie mit, dass die Diakonia-Schwestern arme, alte Menschen und ihre Enkel in Korea versorgen können!


Spendenkonto:
Evangelische Mission in Solidarität
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