Libanon: Johann-Ludwig-Schneller-Schule

Es gibt Hoffnung im Libanon: In der Johann-Ludwig-Schneller-Schule haben Kinder die Chance auf ein besseres Leben. Sie erhalten eine schulische Ausbildung, lernen den Dialog zwischen den Kulturen und wappnen sich mit einer handwerklichen Ausbildung für die Zukunft.

Für Kinder aus armen Verhältnissen und Waisen ist die Johann-Ludwig-Schneller-Schule (JLSS) mit ihrer fundierten Ausbildung die Chance auf ein besseres Leben. Christliche und muslimische Kinder lernen und wohnen dort zusammen. In einem liebevollen Zuhause leben sie den Respekt und den Dialog zwischen Kulturen und in ihren Familiengruppen erfahren sie, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife bietet sich den Mädchen und Jungen die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen, zum Beispiel als Kfz-Mechaniker, Schlosser oder Schreiner. Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren Ausbildungsberufe als Friseurin, Schneiderin oder Kosmetikerin.

Da viele Familien vor dem Krieg in Syrien in die benachbarten Länder fliehen, nahm die Schulleitung der JLSS bereits 2012 syrische Flüchtlingskinder auf. Im Krieg und auf der Flucht erlebten die Mädchen und Jungen Gewalt, religiöse Abgrenzung oder den Verlust eines Elternteils - viele von ihnen sind stark traumatisiert. Über 40 dieser Kinder haben bislang im Internat der Schneller-Schule einen Ort des Friedens und der Geborgenheit gefunden. Sie alle erhalten kostenlosen Unterricht, Schulspeisung, Unterrichtsmaterialien und psychologische Betreuung.

Hilfe für alleinerziehende Mütter

Darüber hinaus bietet die Schule im Libanon alleinerziehenden syrischen Müttern eine Kurzausbildung in ihren Werkstätten an. In den Kursen lernen die Flüchtlingsfrauen beispielsweise nähen und können nach erfolgreichem Abschluss eigenständig arbeiten und Geld erwirtschaften.

Im Winter ist Schnee in der JLSS keine Seltenheit, denn die Schule liegt auf einer libanesischen Hochebene. Damit keiner in der kalten Zugluft sitzen muss, wurden die Gebäude in den vergangenen Jahren kontinuierlich energetisch saniert. Mit ihrer zukunftsweisenden, ökologischen Technik spart die Bildungsstätte dadurch auch eine Menge Heizöl.

Neben der Haustechnik investiert die Schule in die Qualität ihrer einzelnen Ausbildungszweige. Ende 2012 kam die Schreinerausbildung in der JLSS eine entscheidenden Schritt voran: Eine Maschine, mit der es technische Probleme gab, wurde von deutschen Schreinern im Rahmen eines Experteneinsatzes wieder in Stand gesetzt. Sie schulten die beiden Ausbilder auch im Gebrauch dieser Werkzeugmaschine. Dank der Spendengelder ist die Werkstatt gut ausgestattet und die Lehrlinge nutzen die Maschinen oft und gerne.

Für den Frieden in Nahost

Johann-Ludwig Schneller gründete bereits 1860 das "Syrisches Waisenhaus" in Jerusalem. Kinder, die im Konflikt zwischen Drusen und Christen ihr Zuhause verloren hatten, fanden dort eine neue Heimat und erhielten eine schulische und handwerkliche Ausbildung. Auch heute lebt der Gründergeist an der Schule fort: Die JLSS ist im Libanon eine bekannte Bildungsstätte für christliche und muslimische Schülerinnen und Schüler. Durch Zuwendung und Bildung werden Kinder zu Hoffnungsträgern für den Frieden in der Region.

Mit Ihrer Spende geben Sie benachteiligten Kindern im Libanon eine Chance auf Bildung und unterstützen den Friedensprozess in dieser Region.


Spendenkonto:

Evangelischer Verein für die Schneller Schulen (EVS)
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