Libanon: Philemon-Projekt

Viel zu viele Kinder in einem winzigen Raum ohne Spielzeug - nur ein Fernseher läuft. So sieht eine illegale Tagesstätte für Migranten- und Flüchtlingskinder im Libanon aus. Doch für die Kleinen und ihre Eltern gibt es jetzt Hoffnung und Schutz "unter Gottes Regenbogen".

Viele Migranten aus Afrika und Asien suchen ihr Glück im Libanon. "Doch der Traum von einem besseren Leben, wird von der harten Realität mit geringen Löhnen, langen Arbeitsstunden und ärmlichen Lebensbedingungen zerstört", sagt Pfarrer Robert Hamd, der für das Philemon-Projekt verantwortlich ist. Da die Migranten - die meisten von ihnen sind Frauen - nicht aus arabischen Ländern stammen, profitieren sie nicht von der gemeinsamen Sprache oder dem gemeinsamen kulturellen Hintergrund und finden sich schnell am Rande der libanesischen Gesellschaft wieder. Systematische Diskriminierung und Missbrauch sind oft Teil ihres täglichen Lebens.

Für die Menschen aus Afrika und Asien sind illegale und unseriöse Einrichtungen für ihre Kinder oft die einzige Möglichkeit, arbeiten zu gehen, um das dringend benötigte Geld für ihre Familien zu verdienen und so ihr Überleben zu sichern. Doch die Tagesstätten erinnern eher an ein Gefängnis als an einen Ort zum Spielen. Manchmal werden die Kleinen stundenlang auf ihren Stühlen festgebunden.

Eine Tagesstätte bringt Hoffnung

2013 öffnete deshalb die Kindertagesstätte des Philemon-Projekts "Philemon Daycare" ihre Pforten. Dort sollen einheimische Kinder aus armen Familien, Migranten- und Flüchtlingskinder mit dem bestmöglichen Vorschulprogramm unterstützt werden. Die Einrichtung basiert auf christlichen und sozialen Werten, soll Chancengleichheit schaffen sowie soziale und herkunftsbedingte Gräben schließen. Der Fokus liegt auf Kindern, die zwischen einem und vier Jahre alt sind.
In der Armenisch-Evangelischen Kirche im Beiruter Stadtteil Nabaa wurde ein ganzer Gebäudeflügel für die Kinder renoviert und liebevoll mit gespendeten Möbeln und Spielzeug ausgestattet. Im großen Innenhof finden die Mädchen und Jungen Platz zum Spielen und Schutz unter dem Symbol von Gottes Regenbogen.

Eingebettet ist die Philemon Daycare in das Philemon-Projekt der Nationalen Evangelischen Kirche in Beirut, die sich für die Menschen am Rande der libanesischen Gesellschaft einsetzt. Seit seiner Gründung widmet sich das Projekt den Armen, Ausgegrenzten und Schwachen. Das Fortbildungsangebot wurde über viele Jahre hinweg ausgebaut. Jeden Samstag finden Computer- und Englischkurse statt. An Notleidende vergeben die Mitarbeitenden Essenspakete und Geldgeschenke. Im Winter wird ein Flüchtlingscamp mit Decken und kleinen Heizkörpern ausgestattet.

Schenken Sie Migrantinnen, Flüchtlingen und ihren Kindern im Libanon Schutz und Hoffnung!


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