Nigeria: Nothilfe und Aufbau

Hilfsgüterverteilung in Nigeria (Foto: CoB/Cliff Kindy)

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in Nigeria Spuren der Verwüstung hinterlassen. Ein Teil der Menschen konnte nach Hause zurückkehren, viele leben weiterhin als Binnenflüchtlinge fernab ihrer Heimat. Sie alle benötigen Hilfe, die ihnen die Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN) mit ihrem Projekt bietet.

Im Nordosten Nigerias besteht dringender Handlungsbedarf. Zwar hat das nigerianische Militär 2015 weite Teile der von Boko Haram besetzten Gebiete befreit. Seitdem kehrten etwa eine Millionen Vertriebene in ihre Heimatregion zurück. Doch stehen sie dort vor dem Nichts: ihre Häuser und Felder sind zerstört, eine Infrastruktur existiert nicht mehr. Boko Haram hat ihnen ihre Lebensgrundlage geraubt. 1,6 Millionen Menschen warten weiterhin darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Sie sind in Flüchtlingslagern und anderen inoffiziellen Camps untergebracht und benötigen das Grundlegendste: Unterkunft, Lebensmittel, Kleidung.

Das Nothilfeprogramm der EYN, das von der Basler Mission – Deutscher Zweig und Mission 21 unterstützt wird, hilft religionsübergreifend den Menschen vor Ort mit humanitärer Hilfe und beim Wiederaufbau. Die Kirche sichert die Versorgungslage und verbessert somit die Lebensbedingungen in den inoffiziellen Camps und bietet traumatisierten Menschen Zugang zu psychosozialer Begleitung. Mitarbeitende der EYN erhalten Schulungen, um Menschen mit Trauma-Erfahrungen professionell zu begleiten. Sowohl Christen als auch Muslime nehmen an den Maßnahmen teil. Sie lernen, über ihr Erlebtes zu sprechen und wieder Vertrauen zueinander zu fassen. So trägt die Kirche zu einer friedlichen Koexistenz zwischen den Religionen bei.

Kinder erhalten Zugang zu Bildung

2017 verschaffte das Nothilfe-Projekt der nigerianischen Kirche 425 Kindern den Zugang zu Bildung. Sie stellte Schulmaterialien bereit und übernahm das Schulgeld. 124 Häuser von Familien, die nach Hause zurückgekehrt waren, wurden wiederaufgebaut. Rund 2.500 existenziell gefährdete Familien erhielten Haushaltsgegenstände und eine Grundsicherung, sowie Saatgut, um ihre Felder zu bewirtschaften. Darüber hinaus bietet die Kirche Menschen, die nicht in ihre Heimat zurückkehren können oder wollen, die Möglichkeit, in Umsiedlungscamps ein neues Zuhause zu finden.

Da Teile im nordöstlichen Nigeria weiterhin nicht zugänglich sind und Boko Haram immer noch mit Überfällen, Selbstmordanschlägen und Angriffen Angst und Schrecken verbreitet, sind die Menschen in Nigeria weiterhin dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die vielfältige Nothilfe der Kirche der Geschwister in Nigeria.

Spendenkonto:
Basler Mission - Deutscher Zweig
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